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Aktion
Computer-Kicker spielen für einen guten Zweck

Hilden. Internationalen Fußball gab's am Wochenende in Hilden, ohne dass ein einziger Lederball getreten worden wäre: Zum dritten Mal wurde der sogenannte "Schaumburg Cup" ausgetragen, ein virtuelles Fußballturnier an der Playstation. Für ein Startgeld von 25 Euro hatten die 70 Teilnehmer zwischen 14 und 50 Jahren die Chance auf Tombola- und Turniergewinne, gestellt von Hildener Unternehmen. Und: die Gewissheit, etwas für einen guten Zweck zu tun.

Stefan Schaumburg (26)und Sven Engerich (26), die beiden Organisatoren, spielten früher regelmäßig im privaten Kreis Fifa-Turniere an Spielekonsolen aus. "Wir sind Freaks, zelebrieren das in unserer Freizeit und hätten locker 100 Leute, die teilnehmen würden", so Sven Engerich. Vor drei Jahren begannen sie damit, Startgelder zu kassieren und die Überschüsse dem Hildener Kinderschutzbund zu spenden. 2013 kamen 400 Euro zusammen, 2014 700 Euro und dieses Jahr werden es vermutlich 1200 Euro sein. Sa,stagabend liefen die Computer-Kicker in der Kantine des Bürgerhauses auf, wo Bürgermeisterin Birgit Alkenings die Gruppen ausloste. Dann begannen die Spiele, die bis deutlich nach Mitternacht andauerten. Am Ende siegte Sascha Balzer (26) aus Neuss vor Turnierüberraschung Can Gök(12) aus Köln, der eigentlich nur seinen Onkel begleitet hatte. Platz 3 ging an Manuel Schulz aus Hilden. Alle die die Vorrunde nicht überstanden hatten, spielten unser sich den "Loosers Cup" aus: Der ging an Niero Akram. Einen Preis für die beste Verkleidung erhielt Lars Stöhrmann, der in komplettem DDR-Outfit inklusive Perücke und Bart spielte. Jedem seiner Gegner überreichte er einen selbst gemachten Wimpel.

Bei der Tombola, zu der jeder Teilnehmer mit der Teilnahmegebühr zwei Lose erhalten hatte gab es viele wertvolle Preise - darunter auch Fußballtrikots vom 1. FC Kaiserslautern und dem 1. FC Köln.

Ganz nach ihrem Motto "Hildener für Hildener" überlassen die jungen Männer die Einnahmen ihrer Aktion dem Hildener Kinderschutzbund. "Kinder sind unsere Zukunft", sagt der 25-jährige angehende Lehrer Sven Engerich und stellt damit klar, dass die Entscheidung, an wen die Spende gehen sollte, schnell feststand. Nach Angaben von Mit-Organisator Stefan Schaumburg wird dieses Jahr außerdem die städtische Kita Hoffeldstraße mit Zuwendungen bedacht: Das Geld könne für Ausflüge oder Spielzeug verwendet werden. "Der Abend war grandios", sagte Schaumburg gestern. Eine Wiederholung im nächsten Jahr gilt als wahrscheinlich. -dts/ilpl

Quelle: RP
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