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Benefizkonzert
Gospelchor "Auftakt" begeistert

Hilden. VON ASTRID SCHOENE

Feierlich bis fetzig, zärtlich bis machtvoll - so lobten die Sänger den Herrn und berührten und bewegten das Publikum. Ganz traditionell - hatte der Gospelchor "Auftakt" zusammen mit dem Lions Hilfswerk Hilden zu einem wunderbaren Benefizkonzert mit Gospel und Spirituals eingeladen. Über 400 Besucher waren in die Pfarrkirche St. Jacobus gekommen. "Schon zum 11. Mal können wir durch ein Konzert gemeinsam mit dem Chor Kindern helfen", freute sich der Präsident vom Lions Hilfswerk, Dr. Wolfgang Gettmann in seiner Begrüßungsrede. Und die Schirmherrin, Bürgermeisterin Birgit Alkenings, betonte, wie wichtig für solche Projekte Menschen seien, die sich ehrenamtlich engagieren. Wem der Konzerterlös zu Gute komme, berichtete Eva Dämmer, die Leiterin der Musikschule. Eine Hälfte gehe an das Projekt "JeKits" (Jedem Kind Instrumente) und eine Hälfte an Jugendliche, die man für Instrumenten-Gruppen begeistern möchte. Eine tolle Motivation für die 45 Sänger und Sängerinnen, die sich beim Einzug aus der Tiefe des Kirchenraums, rhythmisch und sanft mit "Siyahamba" in die Herzen der Zuhörer sangen. Im fröhlichen Outfit formierte sich der Chor, schwarz gewandet, mit leuchtend blauen und grünen Schals und Krawatten im Altarraum. Chorleiter Carlos Reigadas hatte seinen Chor prächtig einstudiert und führte sie sicher über alle Klippen. Man spürte sie - die Leidenschaft, die Freude am Singen. In schönen Crescendi, gehauchten Pianos und aufbrausendem Forte brachte der Chor den Zuhörern die emotionale Musik in schillernder Mehrstimmigkeit nahe. Ob im beschwingt modernen "Lord, I lift your name" oder im aufleuchtenden Gesang bei "Let my light". Mit jedem Stück nahm der Chor mehr Fahrt auf, großartig von Instrumentalsolisten unterstützt, wie dem Mann am Saxophon, Rudolf F. Nauhauser und Ulrich Tiegelkamp am Cajon. Herrlich das wummernde "Kuwate" mit rhythmischen Gesängen und Stampfen. Man wähnte sich in einem alten Indianerdorf. Und in "Brazileira" riss das virtuose Duo, Nauhauser am Saxophon und Reigadas am Klavier das Publikum mit fetzigen Rhythmen von den Bänken. Schon beim Klassiker "Jericho" war der Funken entfacht. Begeistert ließ sich das Publikum von der Ausgelassenheit des Chores anstecken, klatschte und schmetterte, was die Kehlen hergaben. Wie im "Hit the Road, Jack" und am Ende im strahlenden "Halleluja". Gospel lebt auch von der Bewegung. So tanzten, klatschten und wiegten sich die Sänger durch die Kirche. Ein Hörgenuss auch die solistischen Momente mit Gesangs-Talenten, wie Susanne Austrup, Monika Kirchberg, Sylvia und Andres Hall. Wunderbar in "Immanuel", einem anspruchsvollen Gospel mit ungewöhnlichen Harmonien zu hören. Auch im zweiten Teil überraschte die ausgefeilte Choreographie der Stücke. Am Ende nahmen die Zuhörer die Zuversicht, die in den Liedern steckt, mit hinaus in den grauen Novemberabend.

Quelle: RP
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