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Jubiläum
Haus Horst: 10 Jahre Wohnbereich Pflege

Hilden. Das Wetter hat mitgespielt: Bei strahlendem Sonnenschein haben die gut 40 Bewohner des "Haus(es) auf Stelzen", also des Wohnbereichs Pflege vom Wohnstift Haus Horst, dessen 10-jähriges Bestehen gefeiert. Geschäftsführer Karl-Heinz Mittendorf und die Leiterin des Wohnstifts Haus Horst, Ute Franke-Hesse, hatten Bewohner, Angehörige, aktuelle und ehemalige Mitarbeite sowie viele, die an der Entstehung und Weiterentwicklung des Bereichs mitgewirkt haben, zum Sektempfang in den neuen "Garten der Begegnung" hinterm Haus eingeladen.

Dort sitzen die überwiegend hochaltrigen Bewohner (die Jüngste ist 72, der Älteste 102 Jahre alt) gemütlich im Schatten. Bereits 2001 habe eine Arbeitsgruppe damit begonnen, den neuen Wohnbereich zu planen, berichtet Geschäftsführer Mittendorf: "Wir haben uns dann für einen Neubau entschieden. Die Alternative wäre gewesen, Zimmer für Zimmer umzubauen." Den damit verbundenen Baulärm wollte man den alten Menschen nicht zumuten. So entstand das "Haus auf Stelzen", "ein separates Gebäude, das über eine Brücke mit dem restlichen Wohnstift verbunden ist.

370 Menschen leben hier, 44 n im Wohnbereich Pflege. Das Haus hat zwei Etagen: "In der ersten leben überwiegend Demente, in der zweiten körperlich Gebrechliche", erzählt Pflegedienstleiterin Anette Karsch. Es gibt 30 Einzel- und sieben Doppelzimmer. "Die Zimmer sind vormöbliert, unter anderem mit einem Pflegebett, die Bewohner dürfen sich ihre Zimmer ansonsten mit eigenen Sachen einrichten."Die 44 Bewohner werden von jeweils 11 Mitarbeitern betreut.

Das ganze Haus ist hell und freundlich eingerichtet. Große Terrassen und Gemeinschaftsräume, begrünte Innenhöfe und bequeme Sessel sorgn für Behaglichkeit. Den Senioren wird ein umfangreiches Programm geboten: "Täglich von 15 bis 18.30 Uhr ist die Nachmittagsbetreuung. In dieser Zeit sind Demente oft besonders unruhig." Es gibt Rätseln, Bingo, Gedächtnistraining und jede Menge kleine Feste. Die Senioren sollen sich ja nicht langweilen im Wohnbereich Pflege.

Eine Bewohnerin der ersten Stunde ist Inge Wolters (72). Sie lebt schon seit 1999 in haus Horst. "Ich hatte damals einen Schlaganfall und bin seitdem halbseitig gelähmt, erzählt die Frau. Ihr gefällt in ihrem Alterswohnsitz "alles", beteuert sie. - Auch Hans Hubert Braun (85) ist soweit zufrieden: Der 'Ornithologe des Wohnstifts' sitzt im Rollstuhl und dort "nur eingezogen, weil es hier einen alten Park gibt." Bei der Feier trägt er ein Gedicht vor, in dem es unter anderem heißt: "Nach dem Rundgeh'n unter alten Bäumen kann man hier was Schönes träumen.

" ilpl

Quelle: RP
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