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Goldener Meisterbrief
Helm ab: Manfred Bremer ist seit 50 Jahren Maurermeister

Goldener Meisterbrief: Helm ab: Manfred Bremer ist seit 50 Jahren Maurermeister
1962 gründete Manfred Bremer sein Bauunternehmen, das sein Sohn Klaus seit zehn Jahren führt. Gestern erhielt Bremer den s goldenen Meisterbrief. FOTO: ola
Hilden. Um die Zukunft seines Familienbetriebs muss sich Manfred Bremer offensichtlich keine Sorgen machen: Sohn Klaus Bremer führt inzwischen seit vielen Jahren das in Haan ansässige Unternehmen Bremer Wohnen und Bauen. Und dessen älterer Spross hat wiederum kürzlich sein Studium des Bauingenieurwesens abgeschlossen und soll auf kurz oder lang die dritte Generation von Chefs in der Firmenchronik bilden. "Darauf bin ich sehr stolz", freut sich Manfred Bremer, der das Unternehmen im Jahr 1962 aus dem Boden stampfte. So kann sich der heute 81-Jährige in dieser Woche gelassen einem Rückblick auf vergangene Zeiten widmen: Denn am Donnerstag überreichte ihm Burkhard Mai, Obermeister der Bau-Innung im Kreis Mettmann, den Goldenen Meisterbrief der Handwerkskammer Düsseldorf - zum 50-jährigen Jubiläum seiner erfolgreichen Meisterprüfung im Maurerhandwerk. Das hat Bremer zwar im Zuge seiner unternehmerischen Tätigkeit selbst kaum noch ausgeübt, aber seine praktischen Fähigkeiten betrachtet er für seinen Beruf als unabdingbar. "Man ist schließlich jeden Tag auf der Baustelle, da muss man auch schon mal zeigen können, wie es richtig geht", betont Bremer. Seine berufliche Laufbahn begann in Ost-Berlin: "Ich war bei Bauarbeiten an der Stalinallee dabei", erinnert er sich an seine Ausbildungszeit. Noch vor dem Mauerbau kehrte er der DDR den Rücken - und wurde in Haan heimisch. "Hier habe ich im Verein Fußball gespielt und später Tennis", sagt Bremer.

Das Bauunternehmen setzt seither Projekte in der Umgebung - von Düsseldorf bis nach Lüdenscheid - um. "Nach der Wende haben wir auch 35 Häuser in der Haaner Partnerstadt Bad Lauchstädt in Sachsen-Anhalt gebaut", erklärt Bremer. Bedeutende Vorhaben der jüngeren Vergangenheit in der Gartenstadt waren etwa die Umgestaltung der alten Bettfedernfabrik Hammerstein in ein Wohngebäude unter Auflagen des Denkmalschutzes oder die Bebauung des August-Macke-Weges.

Viele Änderungen hat er im Zuge seiner Karriere miterlebt. "In jungen Jahren haben wir mal einen Fahrstuhlschacht mit Ziegelsteinen gemauert", sagt er. "Früher ist der Maurer mit kleinen Steinen die Leiter hinaufgelaufen - heute sind die Steine viel größer und werden mit dem Kran transportiert", bringt sein Sohn Klaus die Entwicklung auf den Punkt. Die Bauzeiten seien heute mit dem verstärkten Einsatz von Maschinen kürzer trotz weniger Personal. Sub-Unternehmen beschäftige das Unternehmen hingegen nach wie vor kaum, betont Klaus Bremer: "Wir gehören zu den Exoten, die fast ausschließlich mit eigenen Mitarbeitern arbeiten."

17 Jahre lang teilten sich Vater und Sohn die Spitze des Unternehmens, ehe sich Manfred Bremer im Jahr 2007 vom operativen Geschäft zurückzog. "Er hat mir allerdings noch ein paar Jahre als Berater zur Seite gestanden", erklärt Klaus Bremer. Heute ist sein Vater Privatier - und blickt stolz auf die Ergebnisse seiner Arbeit: "Das Schöne an meinem Beruf ist, dass man die Häuser, die man gebaut hat, heute immer noch sehen kann." ried

Quelle: RP
 
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