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Sportlich
Kleines Rennteam mit großem Engagement

Sportlich: Kleines Rennteam mit großem Engagement
Matthias Koehler (l.) und der Geschäftsführer der Firma Engemann, André Ventker (M.) mit den Radsportlern. FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Begonnen hat alles im Winter 2009, als sich einige Fahrradfahrer aus Nordrhein-Westfalen zusammentaten, um ein Team zu gründen. Dabei sollte der Spaß am gemeinsamen Erleben im Vordergrund stehen, es sollte ein Hobby-Team sein, das sich deutlich von den großen Profi-Teams unterscheidet. Das tut es durch die Mitgliederzahl - derzeit sind es acht - und durch den ungewöhnlichen Namen: "Rotz Racing Team", der von einem Profi-Team abgeleitet wurde, der aber auch ein Synonym für "rotzfrech ist", wie Lukas Kurowski erklärt.

Denn das Fahrradsport-Team möchte aufmerksam machen, vor allem auf Menschen, die von einem schweren Schicksal getroffen wurden, nämlich Wachkoma-Patienten, die in der "Wachkoma Station" des Seniorenheims St. Joseph in der Ohligser Heide gepflegt werden. "Ich habe selbst lange in der Langzeitschwerstpflege gearbeitet", erzählt der ausgebildete Gesundheits- und Krankenpfleger. Hier wurde er mit Geschichten konfrontiert, die ihn nachhaltig bewegt haben.

"Der 10-Dominik fiel nach einem Narkoseüberhang ins Wachkoma", erzählt er. "Er wachte zwar wieder auf, war jedoch blind, konnte nicht essen." In die "Wachkoma-Station" werden die Menschen überführt, wenn sie in den Kliniken "austherapiert" sind. "Und trotzdem machen sie enorme Fortschritte", weiß Kurowski. So wie Dominik. "Inzwischen kann er sogar wieder laufen." Das "Rotz Racing Team" unterstützt diese Station, vor allem durch Aktionen wie der Spinning-Marathon in Langenfeld oder karitative Events mit Tombola.

Doch auch das "Rotz Racing Team" braucht Sponsoren, um Startgelder für die Rennen oder Transportkosten zu finanzieren. Seit 2013 wird das Team von der Hildener Spedition Engemann & Co unterstützt. "Das Team ist bei mir auf einen Radsport-leidenschaftlichen Unternehmer gestoßen", sagt André Ventker, Inhaber des 1966 gegründeten Familienunternehmens. Vor allem das Engagement für die Wachkoma-Patienten habe ihn beeindruckt.

"Unsere Zusammenarbeit ist immer mehr gewachsen", sagt er und verspricht: "Das soll auch so bleiben." Sandra Grünwald

Quelle: RP
 
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