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Balkanreise
Mitglieder der Europa-Union Haan sind aus Bulgarien zurück

Hilden. 30 Haaner sind neun Tage lang durch die Schluchten des Balkans bis ans Schwarze Meer gefahren. Sie haben ein Land voller Geschichte, Kultur und politischer Brisanz erlebt. Von Sofia aus ging es in Richtung Süden durch Gebirgsschluchten bis ins Weltcup Skigebiet nach Bransko. Weiter führte die Reise nach Nordosten bis nach Plovdiv. Die Mitglieder der Europa-Union haben die ehemalige Hauptstadt Bulgariens, Veliko Tarnova, gesehen und schließlich in Varna das Schwarze Meer erreicht.

Auf dem Programm standen unter anderem beeindruckende Kirchen und Klöster: Etwa die größte orthodoxe Kirche, die Alexander-Newski-Kathedrale in Sofia und das monumentale Rila-Kloster und die Gedächtniskirche in Schipka. Beeindruckt waren die Reisenden von den Hügeln der über 2000 Jahre alten thrakischen Grabstätten und vom "Reiter von Madara", einem monumentalen Felsenrelief mit Inschriften aus dem 8. und 9. Jahrhundert. Gerhard Mayer, Vorsitzender der Europa-Union Haan von 1996 bis 2006, hat die Reise vorbereitet und geleitet.

Er legt immer Wert auf die Begegnungen mit Einheimischen. In Veliko Tarnovo wurde die Gruppe deshalb von dem stellvertretenden Bürgermeister, dem ehemaligen stellvertretenden Kulturminister Bulgariens und Künstler Gancho Karabadjakov ("Wir nippen zur Zeit an der EU") und der bulgarischen Professorin für deutschsprachige Literatur Dr. Penka Angelova ("die Jugend hat eine Zukunft in Bulgarien") im Rathaus empfangen.

Es wurden Fragen zur Korruption, Jugend, zu ethnischen Minderheiten, Flüchtlingen und Grenzproblemen erörtert. In Varna sprach die Gruppe mit dem Studenten Alexandar Kozarev, der in Köln Betriebswirtschaft studiert, Mitglied der Jungen Union und der Jugendorganisation der GERB-Partei. Er war in Haan Gast bei einem bulgarischen Abend und sagt über sich selbst: "Ich sehe meine Zukunft in Bulgarien bei einer deutschen Firma.

" Die Gruppe wurde acht Tage von Stojan Bogdanov begleitet, der im Sozialismus Tourismus studiert hat, nach der Wende in der Schweiz gearbeitet hat und jetzt wieder in Bulgarien lebt: "Am meisten tut mir weh, dass die alten Menschen von ihrer Rente (150 bis 200 Euro) kaum leben können und die jungen Leute das Land verlassen und nicht zurückkehren." Ein Problem sieht Bogdanov auch in der Bezahlung der Beamten, die mit 350 bis 400 Euro zu gering ist, um die Korruption zu beseitigen.

Um die Einkünfte zu erhöhen, ist die Schattenwirtschaft sehr hoch. So sieht man entlang der Straßen viele private Obst- und Gemüsestände. ilpl

Quelle: RP
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