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Notunterkunft
Paar aus Guinea bekommt Sohn

Hilden. Abdoul Khadir heißt der neueste Bewohner der Notunterkunft in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule am Wiedenhof. 53 Zentimeter groß und 3300 Gramm schwer war er bei seiner Geburt am 3. März 2016. Für seine Eltern ist er das große Glück.

Sein großer Bruder, drei Jahre und zwei Monate alt, und seine Oma sind noch immer auf der Flucht. Ihr aktueller Aufenthaltsort ist unbekannt. "Meine Frau und ich wurden überfallen und ausgeraubt", berichtet der verzweifelte Vater. "Dabei ging auch der Zettel mit der Telefonnummer verloren."

Der Weg von Guinea nach Deutschland war beschwerlich und hielt für das Paar viele Hürden bereit. Sie blieben immer so lange an einem Ort und arbeiteten, bis das Geld für die Weiterreise reichte. Mal ging es auf dem Lastwagen, mal zu Fuß weiter: über Mali, Niger, Algerien, Marokko und Spanien bis nach Deutschland. "Meine Frau und ich wünschen uns, dass unser Sohn in Frieden aufwachsen kann", erklärt der Vater.

Er sei dankbar für die viele Hilfe, die er in der Notunterkunft von den Johannitern und den städtischen Sozialarbeitern erfahre, vor allem aber auch für die Unterstützung der Mitbewohner. Auch Flüchtlingsbeauftrage der Stadt Hilden, Michaela Neisser, ist froh über den guten sozialen und menschlichen Zusammenhalt in der Notunterkunft: "Es ist toll, wie sehr sich alle umeinander kümmern."

Quelle: RP
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