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Gut Gemacht
Sparkassen-Azubis helfen bei der Tafel

Hilden. Wahnsinn, wie viele Lebensmittel weggeworfen werden, die noch genießbar sind." Michelle Herzig wusste zwar auch vorher schon, dass viele Nahrungsmittel völlig unverdient im Müll landen. Aber nun hat sie das tatsächliche Ausmaß auch einmal mit eigenen Augen gesehen: Die angehende Bankkauffrau hat, ebenso wie ihre Kolleginnen und Kollegen des zweiten Ausbildungsjahrgangs in der Sparkasse HRV, einen Tag lang bei der Hildener Tafel und bei der Kleiderkammer mitgearbeitet. Bei ihrem Einsatz haben die jungen Männer und Frauen die Arbeitsabläufe beider Einrichtungen kennen gelernt und tatkräftig mitgeholfen. Und dabei unter anderem festgestellt, dass ein großer Teil der Arbeit dort geleistet wird, noch bevor die Lebensmittel bzw. Kleidungsstücke zum Verkauf kommen. Denn auch wenn vieles weggeworfen wird, was noch ess- oder tragbar ist - zunächst gilt es, die Spreu vom Weizen zu trennen. Vor ihrem Einsatz wussten die Sparkassen-Azubis kaum etwas über die Arbeit der beiden gemeinnützigen Einrichtungen, über die Menschen, die sich dort engagieren oder über die Kunden, die dort einkaufen. Der Einsatz in Hilden hat das geändert - und auch dazu beigetragen, das eine oder andere Vorurteil über Bord zu werfen. Die Erlebnisse bei der Tafel und in der Kleiderkammer haben die jungen Frauen und Männer sehr beeindruckt - und wirken nach. Für einige von ihnen steht zum Beispiel fest, dass sie in Zukunft auch selber Kleidung spenden werden und bewusster einkaufen wollen. Großen Respekt haben sie alle vor der Arbeit der Ehrenamtlichen. Denn den meisten der Auszubildenden war vorher nicht bewusst, wie viel zum Teil auch körperlich schwere Arbeit hinter dem Angebot der Tafel und der Kleiderkammer steckt. Begeistert hat sie die Leidenschaft, mit der dort gearbeitet wird. Den jungen Menschen ist klar geworden, dass dieser Einsatz weit über bloßes Transportieren, Sortieren und Verkaufen hinausgeht: Man kennt die Kunden, spricht miteinander und kümmert sich. Bei der Sparkasse sind Einsätze in sozialen Einrichtungen inzwischen fester Bestandteil der Ausbildung. Die angehenden Bankkaufleute sollen sich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weiterentwickeln können. Und das geht am besten, wenn man auch einmal über den Tellerrand guckt und neue Erfahrungen sammelt.

Die Auszubildenden sind sich jedenfalls einig: Es ist gut und wichtig, dass es die Tafel und die Kleiderkammer gibt. Und dass sie selbst einen Blick hinter die Kulissen werfen und mitarbeiten konnten, war für sie eine wertvolle und schöne Erfahrung.

Quelle: RP
 
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