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Vom Klassenzimmer in den Dschihad

Hilden. Über 700 junge Menschen aus Deutschland kämpfen für die Terrororganisation Islamischer Staat in Syrien und den Irak. Was treibt Jugendliche dazu, in den Dschihad zu ziehen? Dieser Frage ging die CDU-Bundestagsabgeordnete Michaela Noll nach. Als Gastreferentin hatte die Bundespolitikerin aus Haan die Buchautorin und Religionslehrerin Lamya Kaddor eingeladen. Knapp 100 Besucher kamen in die Stadtbücherei Hilden.

Viele Jugendliche mit Migrationshintergrund, die sich plötzlich salafistischen Gruppierungen zuwenden, hätten weder tiefgreifende Kenntnisse vom Islam noch wären sie fromm eingestellt, berichtete Kaddor. Häufig fehle ihnen Selbstbewusstsein und das familiäre Umfeld versage. Kaddor sprach das sogenannte Freund-Feind-Schema an: "Die Welt wird in Schwarz und Weiß eingeteilt. Alles, was nicht deren Überzeugung nach 'islamisch' ist, ist feindlich.

" Diese Signale müssten schnell erkannt werden. "Wir müssen als Gesellschaft deutlich unsere Werte und unser freiheitlich demokratisches System in den Fokus stellen und Orientierung geben, damit sich junge Menschen nicht für den Dschihad entscheiden", sagte Noll. Sie appellierte an die islamische Gemeinde in Deutschland: "Hierzu sind alle gefordert - auch die islamischen Gemeinden in Deutschland."

Quelle: RP
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