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Goldhochzeit
"Wir würden alles wieder genauso machen"

Hilden. Ursula und Wolfgang Greve-Tegeler feiern heute das Fest der Goldenen Hochzeit. 50 gemeinsam verbrachte Jahre, in denen geliebt und gelacht, aber auch gestritten und wieder versöhnt wurde. Heute sagen beide: "Wir würden alles wieder genauso machen."

Liebevoll neckt Ursula Greve-Tegeler ihren Wolfgang mit seinem kleinen Bäuchlein. "Wir kommen schließlich gerade aus dem Urlaub, da darf man doch wohl ein bisschen zulegen, brummelt der Ehegatte entschuldigend und grinst. Eine winzige Sequenz eines langen gemeinsamen Lebens und doch sagt sie viel aus über die Beziehung dieser zwei Menschen. "Wir stehen in Kontakt miteinander, wir tauschen uns aus, wir reden über alles, wir leben nicht aneinander vorbei", beschreibt es Ursula-Tegeler, die vielen als engagierte CDU-Politikerin bekannt sein dürfte. "Reden und Kommunikation ist das Allerwichtigste, wir haben es im Bekanntenkreis sooft erlebt, das Schweigen ist der Anfang vom Ende."

Und: sie haben sich viel zu erzählen. Auch nach erfolgreicher beruflicher Laufbahn sind beide hochaktiv, engagieren sich ehrenamtlich und politisch. Dabei begegnen sie sich, wie immer, auf Augenhöhe. "Gleichberechtigung gab es eigentlich immer. Als meine Frau 1972 unser heutiges Wohnhaus in der Zeitung inseriert sah, war ich beruflich in Wilhelmshaven. Ich habe ihr gesagt, sie soll es alleine anschauen und wenn es ihr gefällt, direkt zusagen."

Seitdem lebt das auch optisch extrem jung gebliebene Ehepaar im Hildener Norden. "Ich finde Hilden einfach wunderbar, ich komme problemlos überall hin und habe trotzdem viel Grün um mich herum", schwärmt der ehemalige Baufachwirt und seine Frau nickt zustimmend. "Unsere Nachbarschaft ist so nett und ich liebe es, die Kinder der neu zugezogenen jungen Familien zu erleben, wie sie hier am Bach spielen."

Eigentlich hätte sich dieses lebendige Paar niemals kennenlernen können, wäre da nicht eine ungeheure Portion Zufall im Spiel gewesen. "Ich wohnte in Essen und war bei meiner Tante zu Besuch. Sie hatte eine Frauenzeitung herumliegen, die schon über ein Jahr alt war. Da war die Bekanntschaftsanzeige von Ursula drin und ich habe einfach mal geschrieben.", erzählt der 74-Jährige und lacht. Und auch die gelernte Industriekauffrau erinnert sich noch gut, mit einem kleinen Augenzwinkern "Auf dem Foto hatte er einen seltsamen Mantel an, aber so schlimm war es doch nicht - schließlich haben wir uns ja trotzdem getroffen."

Am 24. August 1966 wurde standesamtlich, einen Tag später kirchlich geheiratet, 1967 wurde Tochter Monika geboren. Sie hat ihren Eltern eine besondere Freude gemacht- und auf den Tag genau 20 Jahre später geheiratet. Die beiden Enkeltöchter Lea (20) und Melina (16), sind der ganze Stolz der Greve-Tegelers. "Wir wünschen uns natürlich für die Zukunft weiterhin so eine gute Gesundheit. Aber mein ganz persönlicher Wunsch ist es außerdem, auch noch Urenkel zu erleben", sagt Ursula Greve-Tegeler. Bis dahin bleibt vermutlich noch ein wenig Zeit, zum Beispiel für die geliebten Fernreisen nach Mexiko und Kalifornien. Und egal wo auf dieser Welt - seine Beziehung hegt und pflegt das glückliche Paar überall. "Man muss miteinander reden, immer im Gespräch bleiben, bis zur allerletzten Stunde."

Quelle: RP
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