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Hilden
Stadtmarketing begrüßt neue Mitglieder

Hilden. Bei seiner Jahresversammlung ging es dem Verein um Erfolge - und eine ungelöste Sorge. Von Gökçen Stenzel

Die Zahlen sind gut, die Sorgen jedoch mit Händen greifbar: So lässt sich die Stimmung beim Stadtmarketing derzeit zusammenfassen. Einerseits wurde 2015 mehr eingenommen als vorab veranschlagt, die Rücklagen sind stabiler als gedacht und die Mitgliederzahl ist gestiegen. Andererseits hat niemand ein Rezept gegen die weitere Abwanderung von Kunden ins Internet und die drohende Verödung der City durch Leerstände. Das war der Tenor bei der Jahresversammlung des Stadtmarketings am Donnerstagabend im Bürgerhaus. "Die Veränderungen sind radikal, wir müssen damit leben und umgehen", sagte Ralf G. Kraemer als Vereinsvorsitzender, "jammern nützt nichts."

Bringt es noch etwas, Anzeigen in Printprodukten zu schalten? Ist die neue Welt nicht nur noch online zu finden? Und wie erreiche ich es als Händler, dass mich Kunden überhaupt finden: Apps programmieren, Facebook geschickt nutzen, die eigene Site google-optimieren? Die Meinungen in der Runde waren vielfältig, das Fazit schließlich: Erfolgreiche Unternehmen sind auf vielerlei Arten im Marketing unterwegs, sie nutzen Print wie online und die neuen Möglichkeiten, die sich ihnen eröffnen. Dass der Wandel innerhalb der digitalen Welt rasant ist und täglich Neuerungen hervorbringt, war unbestritten.

Konkrete Veränderungen innerhalb des Stadtmarketings gibt es auch. So gehören Akzo Nobel und die Firma Wachtel zu den neuen Mitgliedern - "Industrie und Einzelhandel rücken damit in Hilden näher zusammen", sagte Kraemer erfreut. Auch mit Möbel Hardeck ist beigetreten. Erfreulich auch die Finanzen (siehe info) und die Zusammenarbeit mit der Stadt Hilden, befand der Vorstand, dem auch Erster Beigeordneter Norbert Danscheidt angehört.

Neu ist zudem, dass sich das Stadtmarketing, das für die Belebung der Innenstadt zuständig ist, sich auch um die Wochenmärkte kümmern will. Es sei richtig, dass die Märkte unter der "Herrschaft" des Ordnungsamtes blieben, befand Geschäftsführer Volker Hillebrand, jedoch müssten weitere Beschicker gefunden werden, um Lücken zu schließen. Man unterstütze Händler beispielsweise mit Homepages und einem Logo. Schwierigster Markt des Jahres bleibt übrigens das Winterdorf, das unter mangelnder Nachfrage von Seiten der Beschicker leide, so Hillebrand.

Allgemein ist das Bedauern über das eingefrorene Innenstadt-Konzept. Das hatte der Kämmerer mangels Geld an die Politik zurückgegeben. Der Stadtrat wird aber erst im September über die Zukunft der Umsetzungen entscheiden.

Quelle: RP
 
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