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Hilden
Stadtpark bekommt eine Vital-Kur

Hilden: Stadtpark bekommt eine Vital-Kur
So stellen sich Planer den Bereich zwischen Stadtpark und Fußgängerzone vor. FOTO: NN
Hilden. Politik beschließt Vorentwurf. Planer schätzen die Gesamtkosten auf 1,51 Millionen Euro. Von Christoph Schmidt

Der Stadtpark und der Fritz-Gressard-Platz werden umgestaltet, aber nicht völlig umgekrempelt. Ihre Struktur bleibt im Wesentlichen erhalten und wird nur an bestimmten Stellen erneuert. So lässt sich der Entwurf des Düsseldorfer Büros Scape und der Hildener Architekten Pagelhenn zusammenfassen, den der Umweltausschuss jetzt beschlossen hat. 1,51 Millionen Euro darf die Umsetzung maximal kosten, betont Bürgermeisterin Birgit Alkenings: "Das ist angesichts der Haushaltslage der Stadt zwingend." Im Herbst will die Stadt einen Förderantrag beim Land stellen. Wenn alles klappt, werden 50 Prozent der Kosten übernommen. 2018 könnte dann der Stadtpark umgestaltet werden - Stück für Stück.

Bürger und Planer haben viele Ideen eingebracht und diskutiert. Eine Empfehlungskommission hat sich das angeschaut und weitere Hinweise gegeben. Die Politik hat jetzt beschlossen, was davon umgesetzt wird.

Das Wichtigste in Stichworten: Der Gressard-Platz wird über einen großzügigen Überweg an die Fußgängerzone (Mittelstraße) angebunden und zu einem einladenden Zugang zum Stadtpark. Der Brunnen bleibt und wird verändert, die Hochbeete kommen weg. Der Vorplatz der Stadthalle - heute eine Steinwüste - wird mit einer "Insel" begrünt. Der Stadthallen-Teich wird vergrößert. Künftig kann man auf Stufen direkt am Wasser chillen. Der Stadtpark wird behutsam ausgelichtet und bekommt ein Gartenband mit Rosenarten, Spielplatz, Minigolfanlage und Kiosk, eine Promenade an der Itter, einen Waldspielbereich und eine Wiesenpark zum Liegen und Picknicken - mit Jugend-Lounge. Das WC am Kiosk soll behindertengrecht umgebaut werden. Für einen Neubau fehlt das Geld. Auch ein Austausch aller Wegebeläge sei aktuell nicht finanzierbar, so die Bürgermeisterin. Der SPD-Fraktion sei besonders ein behindertengerechtes WC wichtig, betonte Carsten Wannhof. "Das ist im Förderprogramm mit inbegriffen", versprach Baudezernentin Rita Hoff: "Es kann aber nur im bestehenden Gebäude realisiert werden." Yannik Hoppe (FDP) lobte, dass auch ein Treffpunkt für Jugendliche vorgesehen sei. Den Grünen sei besonders wichtig, dass ausreichend Bänke vorgesehen seien. Der Senioren- und der Behindertenbeirat wünschten sich ausdrücklich Bänke, die nicht nur schön aussehen, sondern auch für Ältere und Behinderte bequem sind.

Alle Ratsfraktionen stimmten dem Vorentwurf zu - mit Ausnahme der Allianz: "Wir sollten das Geld lieber in Schulen und Kindergärten stecken." Die Planer werden bis Herbst den Entwurf verfeinern und die Kostenschätzung präzisieren. Damit will die Stadt dann einen Antrag auf Fördermittel stellen.

Quelle: RP
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