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Hilden
Stadtwerke fördern kleine Forscher

Hilden. Mehr als 1100 Hildener Kinder lernen mit spannenden Experimente Naturwissenschaften kennen. Von Christoph Schmidt

Unsere Welt ist voller Wunder. Flugzeuge fliegen. Wir drücken auf einen Knopf und das Licht geht an. Warum? Kinder stellen solche Fragen. Weil sie neugierig sind und noch mit offenen Augen durch die Welt gehen. Das Projekt "Haus der kleinen Forscher" fördert diese Neugier spielerisch - mit Experimenten im Kindergartenalltag. Und das schon seit zehn Jahren. "Wir möchten die kindliche Neugier wach halten und Alltagsphänomene kindgerecht erklären", erläutert Jens Hein-Winkler, Geschäftsführer von "Wonderlabz - Projekte für Bildung und Betreuung".

Alle Hildener Kindergärten und Schulen können beim "Haus der kleinen Forscher" mitmachen. Zu ganz geringen Kosten (15 Euro für einen Vormittag) - weil die Stadtwerke Hilden das Projekt seit vier Jahren mit 5000 Euro im Jahr unterstützen. "Das Haus der kleinen Forscher schult zuerst die Erzieher und nimmt ihnen die Scheu vor den Naturwissenschaften", sagt Stadtwerkegeschäftsführer Hans-Ullrich Schneider: "Das hat uns besonders gut gefallen.

Wir sind ein Technik-Unternehmen. Das Projekt passt gut zu uns." Davon haben auch schon seine Kinder profitiert: "Sie begeistern sich für die Petflaschen-Raketen. Die fliegen wirklich bis zu 15 Meter weit. Unser ganzer Garten ist voll von ihnen." Drei Hildener Kitas sind bereits von "wonderlabz" zertifiziert worden, sieben sind aktiv dabei, weitere fünf arbeiten daran. Auch in der Johanniter-Kita am Tucherweg wird fleißig experimentiert.

Dafür hat Erzieherin Isabel Espinosa viel gelernt: "Die Fortbildung war sehr spannend. Die Kinder lieben es, zu experimentieren. Wir benutzen dazu Alltagsgegenstände. Das hat mir besonders gut gefallen. Und ich habe auch für mich persönlich ganz viel gelernt." Was man für die Experimente braucht und wie sie funktionieren, steht auf Info-Blättern, die die Kinder mit nach Hause nehmen können. Hannahs Eltern (Name geändert) werden staunen, was man mit Brausepulver so alles machen kann.

Sie schüttet etwas Kribbelpulver vorsichtig in ein Filmdöschen, das halb voll Wasser ist und macht dann schnell den Deckel zu. Das Vorschulkind stellt das Döschen auf den Boden und tritt dann zwei Schritte zurück. Nach einer Minute fliegt die Filmdose plötzlich mit einem lauten Plopp fast zwei Meter in die Luft. Hannah juchzt und klatscht in die Hände. "Ich finde es wichtig, dass Kinder erleben: Forschen ist so cool", sagt Bürgermeisterin Birgit Alkenings.

Die studierte Chemikerin kann auch erklären, was gerade passiert ist: "Das gasförmige Kohlendioxid ist frei geworden und hat sich ausgedehnt. Mit Backpulver geht das auch. Das tut man in den Kuchen, damit der größer wird."

Quelle: RP
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