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Hilden
Starkes Wochenende: City voller Kunden

Autoschau und verkaufsoffener Sonntag in Hilden
Autoschau und verkaufsoffener Sonntag in Hilden FOTO: Staschik, Olaf
Hilden. Autoschau, Weltkindertag, Trödelmarkt und verkaufsoffener Sonntag sorgten für eine rappelvolle Innenstadt. Von Alexandra Rüttgen

Christiane und Andreas Ende haben sich in eine ruhige Ecke verzogen. Gemeinsam mit Sohn Luke essen sie Currywurst mit Pommes und beobachten Passanten, die sich auf der Mittelstraße an ihnen vorbeischieben. Verkaufsoffener Sonntag - dazu kommt die Familie gerne von Haan nach Hilden: "Wir nutzen immer die Gelegenheit, dorthin zu fahren, wo was los ist", sagt Christiane Ende unternehmungslustig. Für Sohn Luke hat sich der Ausflug schon gelohnt: "Für ihn haben wir eine neue Winterjacke gekauft."

Autoschau, Weltkindertag, Trödelmarkt und verkaufsoffener Sonntag zogen am Wochenende Passanten und Kunden in Scharen in die Innenstadt. Am frühen Sonntagnachmittag gab's auf der Mittelstraße in Höhe von P&C kaum noch ein Fortkommen. Würstchenbuden waren dicht umlagert, und auch Teddybär Kevin Knoll konnte nicht klagen: "Die Leute sind sehr freundlich." Der Azubi des Reisebüros Hebbel verteilte, mit einem Bärenkostüm verkleidet, Prospekte und kleine Tütchen mit Gummibärchen an die Passanten. "Die gehen weg wie warme Semmeln", sagte er durch sein Sichtfenster: "Es ist nur ein bisschen warm hier drinnen."

Die meisten Einzelhändler zogen ein positives Fazit. "Es läuft gut", hieß es bei Bohschke Wohnaccessoires. Ähnlich bei "Shoes & More": "Es ist okay. Vor allem Stiefeletten sind gefragt", erzählte Nadine Schimmel, während sie Lutscher in eine Süßigkeitendose nachfüllte. Viele Kunden hätten schon zugegriffen und Schuhe gekauft - aber auch Lollis mitgenommen. "Und das waren nicht nur Kinder", sagte Nadine Schimmel lachend.

Auch Marc Schmidtlein war voll in seinem Element. Geduldig erklärte der Inhaber des Intersport-Fachgeschäftes Borgmann einer Familie die Vorzüge eines Rucksacks. Wintertextilien seien jetzt gefragt. "Ich bin zufrieden", sagte der Kaufmann. Das aber auch, weil sich sein Sommerlager leert: Zehn Prozent Rabatt gewährte er auf die restliche Ware, "und das wird gut angenommen. Es ist erstaunlich, wie viele Bikinis man noch verkaufen kann", sagte er schmunzelnd - und das bei gerade mal 16 Grad Außentemperatur.

Doch nicht allen Kunden saß das Geld so locker. Helga und Brigitta Koch hatten es sich vor "Zart & Bitter" gemütlich gemacht und tranken genüsslich Schokolade. "Wir waren auf dem Mühlenflohmarkt", erzählten Mutter und Tochter. Doch die Geschäfte wollten sie an diesem Tag meiden. "In die kann ich doch jeden Tag gehen", sagte Helga Koch.

Stadtmarketing-Manager Volker Hillebrand zeigte sich indes zufrieden. "Der Hildener Einzelhandel ist in guter Verfassung", sagte er. Ein weiterer Publikumsmagnet werde das Warenhaus Müller sein. Zuletzt hatte es geheißen, dass dessen Hildener Filiale im ehemaligen Hertie zum Spätsommer an den Start geht. Einige "böse Überraschungen" beim Umbau - aus statischen Gründen musste ein Treppenhaus neu gebaut werden - haben jedoch dafür gesorgt, dass es jetzt im November eröffnet. Das allerdings mit üppigen 3100 Quadratmetern Verkaufsfläche und einem umfangreichen Sortiment: "Da bekommt Hilden eigentlich wieder ein neues Kaufhaus", sagt Hillebrand erfreut.

Quelle: RP
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