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Hilden
Stöbern im Freiluft-Antiquariat Mittelstraße

Hilden. Schönes Wetter lockte viele Bücherfreunde in die Innenstadt. Einige Händler waren krank. Von Nicole Kuska

Bereits 30 Mal hat Bea Reinecke-Denker aus Hilden am Wochenende den Büchermarkt auf der oberen Mittelstraße organisiert. Wir klären die wichtigsten Fragen.

Wie viele Bücher werden von wie vielen Händlern auf dem Büchermarkt angeboten? "Dieses Mal beteiligen sich knapp 50 Händler an dem Büchermarkt. Aus Krankheitsgründen haben leider einige abgesagt", erzählt Bea Reinecke-Denker. Wie viele Bücher angeboten werden, könne sie nicht sagen. Die Organisatorin schätzt, dass es wohl rund 200.000 Stück sind.

Wie beliebt ist der Büchermarkt bei den Anbietern?

Der Hildener Büchermarkt ist bei den Anbietern einer der beliebtesten Büchermärkte in der Region, sagt Reinecke-Denker. Denn die Hildener gelten als angenehmes Publikum. "Ich habe schon von vielen Anbietern gehört, dass die Hildener sehr freundlich sind. Selbst in den vergangenen Jahren, als es beim Hildener Büchermarkt Schnee gab, haben die Händler ihre Bücher gut verkauft und waren zufrieden", sagt die 49-Jährige. Normalerweise bekommt Reinecke-Denker 70 bis 80 Anfragen für einen Büchermarkt. Zusagen kann sie nur 50 Händlern: "In der Regel gibt es mehr Anfragen, als Plätze. Aber bei diesem Büchermarkt waren viele Händler krank, so dass ich niemandem absagen musste", sagt Reinecke-Denker.

Wie ist der Büchermarkt entstanden? Von ihrem Opa hat Reinecke-Denker 10.000 Bücher geerbt und hat einige zunächst auf Büchermärkten in der Umgebung angeboten. Schließlich kam ihr dann die Idee, so einen Markt auch in Hilden zu organisieren: "Ich bin mit diesem Vorschlag zum Stadtmarketing gegangen und stieß auf positive Resonanz. 2006 fand der erste Büchermarkt in Hilden statt. Es lief super."

Wer besucht den Hildener Büchermarkt? Viele Bücherfreunde aus der ganzen Region so wie Familie Schwedler aus Erkrath. "Ich habe ein Pferdebuch gefunden", ruft Friederike (7) und zeigt ihren Eltern die Entdeckung. "Meine Tochter liest so viele Bücher rauf und runter", erzählt ihre Mutter Ulrike Schwedler: "Ich lese gerne skandinavische Krimis in der Originalsprache und halte danach Ausschau." Sie habe ihrer Tochter immer viele Bücher vorgelesen und könne sich schwer von den alten Schätzchen trennen, verrät die Erkratherin. Sohn Finn (12) mag Comics: "Ich suche gezielt nach Donald-Duck-Comics und schaue auf meiner Liste nach, welche Hefte mir noch fehlen. Die gleiche ich dann mit den Comicbüchern ab." Vater Frank Schwedler begeistert sich für Atlanten: "Meine Frau und ich interessieren uns besonders für Geographie, weil wir das Fach studiert haben." Das Buch "Das kleine Gespenst" von Otfried Preußler hat er selbst als Kind gelesen: "Aus meinem alten Kinderbuch habe ich kürzlich meinen Kindern vorgelesen. Es war wirklich schwer zu lesen. Die neue Version ist viel besser, weil sie mehr unserer heutigen Alltagssprache entspricht." Er finde es sehr interessant, wie sich die Sprache in der letzten Zeit gewandelt habe.

Quelle: RP
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