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Hilden
Straßengrün behindert Radler

Hilden: Straßengrün behindert Radler
Achtung: Ducken! Wie hier an der Düsseldorfer Straße in Berghausen sieht es aktuell an vielen Radwegen aus. FOTO: Ralph Matzerath
Hilden. In der Antike waren sie noch ein Weltwunder. Doch in unseren Städten sind die "hängenden Gärten" zurzeit häufiger anzutreffen, als es besonders manchen Radfahrern lieb ist: Gräser, Büsche und Laubwerk ragen nach Treibhauswetter und Regengüssen in den Verkehrsraum. Von Thomas Gutmann und Christoph Schmidt

"Im Intensivbereich, also an Fahrbahnen und auf Sichtflächen, schneiden wir das Grün zweimal im Jahr zurück", sagt Gerhard Schmidt, beim Landesbetrieb Straßen NRW zuständig für die Pflege der Landes- und der Bundesstraßen: "Außerdem melden unsere Streckenkontrolleure, wenn Äste von Bäumen oder Sträuchern hinderlich sind für Verkehrsteilnehmer." Aus Kostengründen würden Stellen, an denen sich zu starker Wuchs anbahnt, aber gesammelt. "Gerade jetzt, da die Natur geradezu explodiert, können wir nicht für jeden einzelnen Ast rausfahren. Ist die Sicherheit von Verkehrsteilnehmern gefährdet, machen wir natürlich auch das", sagt Schmidt.

Auf dem Ostring beispielsweise kurz vor der Abfahrt Ostring verdeckt ein vorwitziger, einzelner schmaler Ast die Sicht auf den Radarblitz am Wegesrand - natürlich nur für die Autofahrer, die sich nicht an die ausgeschilderte Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h halten. Das grün gestrichene Gehäuse macht den Blitzer nahezu unsichtbar. Straßenwärter Michael Genz kontrolliert regelmäßig die rund 400 Straßen in Hilden - und achtet dabei auch auf zugewachsene Bürgersteige und überhängende Äste. 2,25 Meter hoch über dem Radweg sollten die Äste einer Hecke mindesten hängen. Sonst kann es für Radler gefährlich werden: "Beim Bürger genügt meist ein Hinweis, manchmal eine Mahnung." Wenn das nichts fruchtet, schaltet sich das Ordnungsamt ein. Das sei in Hilden aber nur sehr selten der Fall, berichtet Stefan Döpper, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes. Die Vorstellung von "ordentlich" und "unordentlich" läge bei vielen Bürgern mitunter weit auseinander: "Wir beschränken und darauf, ob eine Gefahr vorliegt oder nicht."

Quelle: RP
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