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Haan
Straßentausch wird zum 1. Oktober wirksam

Haan: Straßentausch wird zum 1. Oktober wirksam
Die Martin-Luther-Straße hat viel Verkehr zu bewältigen. Fußgänger fühlen sich oft unsicher. Anwohner wünschen sich im Bereich des Kindergartens eine Sicherung. FOTO: Staschik, Olaf (OLA)
Haan. Fast ein Jahr nach zum Teil erbittert geführten Diskussionen wird der Straßentausch zwischen der Stadt und dem Kreis jetzt vollzogen. Ab 1. Oktober wird die heutige Kreisstraße 5 – Turnstraße – zur Gemeindestraße abgestuft. Und die Martin-Luther-Straße wechselt von der städtischen in die Zuständigkeit des Kreises. Von Ralf Geraedts

425 Meter lang ist die Turnstraße, die sich in desolatem Zustand befindet. Der Kreis müsste jetzt sowieso Geld in die Hand nehmen, um die Schlaglochpiste zu sanieren. Damit wäre aber nicht das Problem behoben, das seit vielen Jahren besteht: Die Kreisstraße, die Haan mit Solingen verbindet, besteht nur in der Richtung Garten- zur Klingenstadt. Umgekehrt nicht, da die abschüssige, schmale Turnstraße nur in Einbahnrichtung befahrbar ist.

So entstand vor geraumer Zeit die Idee zum Straßentausch. Denn die Martin-Luther-Straße trägt schon heute einen Großteil des von Haanern kritisierten Lastwagenverkehrs von und nach Solingen.

250 000 Euro sollen an die Stadt Haan fließen, die von diesem Geld ein gutes Stück des Ausbaus finanzieren kann, der dann für die Turnstraße zu planen ist. Im Zuge dieser Arbeiten wird nicht nur die marode Fahrbahn erneuert, das gilt auch für die Gehwegbereiche.

"Es ist nicht so, dass der Straßentausch am 1. Oktober perfekt wird und wir dann am 2. Oktober mit dem Ausbau beginnen", stellte Tiefbauamtsleiter Guido Mering im Gespräch mit der RP klar. Denn dann würde das Bauprojekt in die Winterzeit geraten. "Deshalb warten wir lieber und planen seriös", so Mering. Es seien auch erst noch Gespräche mit der Kämmerei nötig, damit im kommenden Jahr auch Gelder zur Verfügung stehen.

Auf der Martin-Luther-Straße, wo heute noch Tempo 30 gilt, soll die Geschwindigkeit auf 40 Stundenkilometer begrenzt werden. Diesen Kompromiss bot die Kreisverwaltung bei einer Bürgerversammlung an. Die Anwohner hatten dafür plädiert, das heutige Tempolimit zu erhalten – letztlich mit Rücksicht auf Schulkinder und die Kindertageseinrichtung der Evangelischen Kirche. Sie hätten auch gern die Stellplätze vor einigen Häusern erhalten, die den Verkehrsfluss immer wieder bremsen – aber auch dazu führen, dass streckenweise Lastwagen über den Gehsteig fahren. Der Kreis will das Parken nicht mehr zulassen. Das werde zum Rasen einladen, sorgen sich die Anlieger.

Quelle: RP
 
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