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Kreis Mettmann
Stuten- und Fohlenschau mit vielen Gästen

Kreis Mettmann: Stuten- und Fohlenschau mit vielen Gästen
Eine Stute mit Fohlen aus Mülheim werden den Prüfern vorgeführt. FOTO: Blazy
Kreis Mettmann. Mit gespitzten Ohren und hochgerecktem Hals mustert das braune Fohlen die unbekannte Umgebung auf Gut Neudellerhof. Es wiehert mit dünnem Stimmchen, bekommt aber keine Antwort. Seine Mutter steht ganz gelassen neben ihm und wartet auf ihren Auftritt. "Sie ist erst vier Jahre alt und macht das wirklich gut", lobt Züchter Simon Berchem. Er möchte seine Stute für die Zucht im Oldenburger Verband eintragen lassen und das Fohlen vorstellen. "Da erwarte ich keine Prämie, er soll später ein gutes Sportpferd werden", betont der erfolgreiche Springreiter aus Mettmann.

Elke Rumpf ist auch schon etwas aufgeregt. "Das gehört dazu", sagt die erfahrene Pferdezüchterin und Organisatorin der ersten Oldenburger Stuten- und Fohlenschau in Ratingen. "Der Verband möchte in die Breite gehen und auch Züchtern, die nicht im Kerngebiet wohnen die Möglichkeit geben, ihre Tiere eintragen zu lassen. Auf unsere Anfrage hin hat Marc Brüggelmann spontan seine Anlage zur Verfügung gestellt", sagt Elke Rumpf.

Sie stellt der Kommission selbst auch ihr eigenes Hengstfohlen vor und hofft auf eine gute Bewertung. Sie züchtet bereits seit 25 Jahren mit zwei Stuten und hat gelernt, sich auch von dem Nachwuchs zu trennen. "Das erste Fohlen habe ich noch selbst groß gezogen, doch das geht natürlich nicht mit jedem."

Nach Typ und korrektem Körperbau sowie dem Bewegungsablauf im Trab und Schritt bewertet Ute Walsemann die Fohlen. Die Delegierte des Oldenburger Zuchtbezirks Rheinland, Rheinland-Pfalz und Saarland beurteilt die Veranlagung des Nachwuchses. Grundsätzlich sei der Verband stark auf die Zucht leistungsstarker Sportpferde ausgerichtet. Ihr erstes Reitpferd war ein Oldenburger und hat Elke Rumpf so überzeugt, dass sie sich zu Beginn ihrer Zucht für Linien aus diesem Gebiet entschieden hat.

Mit einem lässigen "Moin, Moin" begrüßt Thomas Rödel seine Kommissionskollegen. Der Brennmeister ist eigens aus Oldenburg angereist, um den Fohlen nach ihrer Begutachtung das O mit der Krone auf den linken Hinterschenkel zu pressen. "Der Brand hat Tradition und ist für die Tiere kaum schmerzhaft. Sie erschrecken sich mehr vor dem Rauch und dem Geruch." Elke Rumpf lässt ihren Hengst später auch brennen. "Das ist ein Markenzeichen und oft zucken die Fohlen nicht mal."

(domi)
 
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