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Hilden
Technik fehlt auf dem Stundenplan

Hilden. Einzige weiterführende Schule im Kreis mit Schwerpunkt Ingenieurwissenschaften ist das Berufskolleg.

Die Versorgung der Schüler im Kreis Mettmann in den Fächern Informatik, Chemie und Physik in Relation zum Land NRW kann nach der Auffassung von Landesschulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) als durchschnittlich bezeichnet werden. Dies geht aus der Antwort der Ministerin auf ein Schreiben des CDU-Landtagsabgeordneten Wilhelm Droste hervor.

Dieser hatte die Ministerin Anfang September um eine Einschätzung zur Versorgung der Schüler im Kreis Mettmann in den Fächern Informatik, Technik, Physik und Chemie gebeten. Nach Auskunft der Ministerin verfolgt die Landesregierung eine systematische Herangehensweise mit langfristigen Maßnahmen, um dem Bedarf in diesen Fächern gerecht zu werden.

Nach Darstellung der Ministerin wird das Fach Technik im Kreis Mettmann an keinem Gymnasium unterrichtet. Die Versorgung an den 17 Gymnasien des Kreises in den Fächern Chemie, Physik und Informatik stelle sich wie folgt dar: Insgesamt 74 Lehrkräfte unterrichten dort das Fach Chemie, 78 das Fach Physik und 33 Lehrkräfte das Fach Informatik. Mithin unterrichteten derzeit durchschnittlich vier bis fünf Lehrkräfte in den Fächern Chemie und Physik und zwei Lehrkräfte im Fach Informatik an den Gymnasien im Kreis Mettmann. Gemessen am Unterrichtsvolumen sei damit die Unterrichtsversorgung in diesen Fächern gewährleistet.

Bei Stellenausschreibungen schrieben die Gymnasien im Kreis Mettmann möglichst diese Fächer aus; eine Besetzung gelinge aber nicht in jedem Fall. Das Fach Informatik unterrichteten an den 17 Gymnasien des Kreises 33 Lehrkräfte mit entsprechender Lehrbefähigung, wobei der Unterricht in ca. 35 Kursen der Sekundarstufe 1 und ca. 30 Grundkursen in der Sekundarstufe 2 stattfinde. In Relation zu anderen Regionen des Landes sei die Lehrerversorgung in diesem Fach als gut zu bezeichnen.

"Auch wenn die Unterrichtsversorgung in Chemie, Physik und Informatik nach Darstellung der Ministerin gewährleistet ist, bewerten vor allem Eltern und Schülerschaft die Situation vor Ort nach meiner Kenntnis oftmals anders, wenn sie von Unterrichtsausfällen gerade auch in diesen Fächern berichten", so Droste.

Die einzige weiterführende Schule im Kreis mit dem Schwerpunkt Ingenieurwissenschaften ist seit einem Jahr das Berufskolleg Hilden. Es nimmt gemeinsam mit neun anderen Kollegs an einem Schulversuch teil. Am Beruflichen Gymnasium Ingenieurwissenschaften können Schüler in drei Jahren bis zum Abitur ein grundlegendes Verständnis für ingenieurwissenschaftliche Tätigkeiten erwerben, ohne sich zu Beginn der Oberstufe für einen Schwerpunkt, wie etwa Bautechnik, Elektrotechnik oder Maschinenbautechnik, entscheiden zu müssen.

Mittlerweile kommt etwa jeder zehnte Abiturient in Nordrhein-Westfalen vom Beruflichen Gymnasium. 2014 haben dort 8317 Schüler die Abiturprüfung bestanden.

(cis)
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