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Tempo 30 spaltet Haan

Leserforum: Tempo 30 spaltet Haan
Tempo 30 wird auch in der Leserschaft kontrovers diskutiert. Es gibt Kritik an solchen Plänen, aber auch eine Menge Zustimmung. FOTO: Staschik
Hilden. Am Dienstag soll der Stadtrat über Tempo 30 auf B 228 beschließen. Die Stadtverordneten sind uneins. Das Thema beschäftigt unsere Leser. Das zeigen die zahlreichen Zuschriften zu unserem Leser-Forum.

Bernd Meißner: "Eine Tempo-30- Zone auf den Hauptdurchfahrtstraßen von Haan bringt meiner Auffassung nicht viel. Vielmehr sollte wie in anderen Städten versucht werden die Ampelschaltungen so zu gestalten, dass bei Nichtannahme jeder Ampel der Verkehr zum Stehen kommt."

Paul und Herta Schroeder: "Uneingeschränktes Tempolimit von 30 km/h auf allen Straßen im Stadtgebiet, also nicht nur auf Hauptverkehrsstraßen."

Gerd Rübo: "Man fährt man doch schon mit Tempo 30 durch Haan. Weil die Müllabfuhr nicht die Termine des Abfallkalenders einhält, ist gefühlt jeden Tag die Müllabfuhr auf der Kaiser-, Allee- und Nordstra?e unterwegs. Der durchfliessende L-Verkehr drosselt die Geschwindigkeit. Vor dem Becherhus wurden ja Parkplätze eingerichtet, die den Fluss der Bundesstraße hemmen. Fußgänger, die zwischen zwei Fußgängerampeln einfach über die Straße laufen, bremsen auch den Verkehr. Es gibt viele Straßen in Haan, die Tempo 30 haben - etwa die Kampstrasse. Hier sind aber 60 bis 70 km/h keine Seltenheit. Eher die Kontrollen.

Karlo Sattler: Ich bin absoluter Anhänger der Tempo-30-Zone, weil alle anderen Maßnahmen nichts bringen für Lärmreduzierung, Verkehrssicherheit und Fahrradverkehr. Die Argumente der Neinsager sind Platitüden und nicht nachvollziehbar. Insbesondere im Bereich der Senioreneinrichtungen fehlen direkte Straßenübergänge, die notwendigen Umwege sind für die Bewohner nicht zumutbar. Zebrastreifen würden den Verkehrsfluss mehr stören als Tempo 30.

Jonny Habiger: Frau Lukat spricht tödliche Unfälle an. Ist es erwiesen, dass die Personen noch leben würden, wenn die Fahrer 30 km/h gefahren wären? Bewohner der Altenheime sehe ich fast ausschließlich in Begleitung des Pflegepersonals und jene, die noch rüstig genug sind, alleine am Straßenverkehr teil zu nehmen finden genug Quehrungshilfen. Was den Durchgangsverkehr angeht, vor allem durch Solinger Verkehrsteilnehmer, so sollten die Gegner des Durchgangsverkerhes mal ihre Eltern fragen, warum sie in den 1970er Jahren gegen den Bau der Verlängerung der Solinger Stadtautobahn bis zur A 46 votiert haben. Es müssen ja genug dagegen gestimmt haben, denn dieses Projekt wurde danach nicht mehr weiter geführt, 15 Jahre Planung für die Katz.

Anneliese Ollendiek-Sattler: Ich unterstütze nachtdrücklich die Bemühungen für eine Tempo 30 Zone auf der Hauptsraße in Haan, denn es gibt nur gute Gründe dafür!

Margit Schmitt: "Ich finde es absolut zeitgemäß, aus ökologischen aber auch vor allem aus Sicherheitsgründen, Tempo 30 im g e s a m t e n Stadtgebiet einzuführen, mit Ausnahmen der Rettungswagen und der Feuerwehr. Endlich hätten Kinder, ältere und alte Menschen ein Vorrecht vor schnell fahrenden Autos , wir alle hätten weniger Abgase und dadurch eine bessere Luft."

Heidi Höhne: "Ich fände es absolut richtig in der Innenstadt das Tempolimit 30 einzuführen. Seit Jahren ärgert es mich, dass ich immer wieder Autofahrer sehe, die viel zu schnell fahren. Auch hat mich sehr getroffen, das es in diesem Jahr bereits zwei Verkehrstote gegeben hat. Ich selbst habe vor 10 Jahren meine Mutter durch einen Verkehrsunfall auf der Kaiserstraße gegenüber der kath. Kirche verloren. Sie starb wenige Stunden später in der Uni-Klinik Düsseldorf an den schweren Verletzungen. Zu diesem Zeitpunkt war auch noch die Ampelanlage außer Betrieb. Der Fahrer sei angeblich nicht schneller als 50 kmh gefahren, doch bei dieser Geschwindigkeit haben ältere Leute keine Überlebenschancen. Auch ist Tempo 30 wichtig im Hinblick auf die Altenheime, die sich an dieser Straße befinden, gerade deshalb sollte die Geschwindigkeit gedrosselt werden. Ich habe es mir angewöhnt durch die Stadt nicht schneller als 40 Stundenkilometer zu fahren, meist sogar noch drunter, auch wenn mir manche Autofahrer fast an die Stoßstange fahren. Langsames Fahren ist zudem stressfreier und erhöht die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr.

Ich persönlich würde es sehr begrüßen, wenn bei der nächsten Sitzung des Stadtrates dieses Thema ausführlich diskutiert wird und auch umgesetzt wird.

Schließlich geht es um die Sicherheit all unserer Bürger der Stadt Haan.

Quelle: RP
 
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