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Hilden/Haan
Tester geben Bahnhöfen schlechte Noten

Hilden/Haan: Tester geben Bahnhöfen schlechte Noten
Der Bahnhof Hilden: Farbschmierereien wurden ebenso beanstandet wie die Sauberkeit. 2015 schnitt Hilden schlechter ab als noch 2014. FOTO: matzerath
Hilden/Haan. Experten haben für den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr im vergangenen Jahr die Stationen untersucht. Von Christoph Schmidt

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr lässt die Bahnhöfe viermal im Jahr von Testern unter die Lupe nehmen. Bewertet werden dabei die Aspekte Sauberkeit, Funktion und Graffiti jeweils im Bereich des Bahnhofszugangs und auf den Bahnsteigen. 2015 wurden die Bahnhöfe Hilden und Haan im Vergleich zum Vorjahr um eine Kategorie abgewertet: der Bahnhof Hilden von "akzeptabel" auf "noch akzeptabel", der Bahnhof Haan von "noch akzeptabel" auf "nicht mehr akzeptabel". Das geht aus dem aktuellen Stationenbericht 2015 des Verkehrsverbundes Rhein Ruhr hervor.

Beim Bahnhof Hilden war 2013 und 2014 noch alles im "grünen", sprich akzeptablen Bereich. 2015 wurde die Station auf "gelb" (noch akzeptabel) herabgestuft. Dafür waren Graffiti-Schmierereien auf dem Bahnsteig und eine gerade noch akzeptable Sauberkeit dort ausschlaggebend. Ein Aufzug ermöglicht einen barrierefreien Zugang zu den Gleisen. Zum Vergleich: Vor sechs Jahren wurde der Hildener Bahnhof noch mit "rot" (nicht akzeptabel") bewertet. Die Stadt hat den Fußgängertunnel auf eigene Kosten sanieren, gegen Graffiti schützen und mit Kameras überwachen lassen.

Der Haltepunkt Hilden-Süd bekommt - wie im Vorjahr - das Gesamturteil "noch akzeptabel". Zur Abwertung führen Schmierereien vor allem auf dem Bahnsteig und auch am Zugang. Das wurde auch schon im Vorjahr bemängelt. Die Beseitigung dieser Graffiti ist aufwendig, weil dafür auch der Bahnverkehr eingeschränkt werden muss.

Dem Bahnhof Haan zeigen die Tester diesmal die Rote Karte. Nach "noch akzeptabel" in 2014 lautet das Urteil jetzt "rot - nicht mehr akzeptabel". Besonders negativ fielen den Testern die Graffiti beim Zugang und auf den Bahnsteigen auf. Hier sei eine Modernisierung erforderlich, die Finanzierung jedoch nicht gesichert, hält der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr fest. 2010 konnte die Stadt Haan nach langem Hin und Her auch einen barrierefreien Zugang zum Gleis in Richtung Köln schaffen.

Der Bahnhof Gruiten ist wieder mit "noch akzeptabel" bewertet worden. Die Farbschmierereien am Zugang und auf den Bahnsteigen seien jedoch nicht akzeptabel, finden die Tester. Auch hier müsse dringend modernisiert werden. Doch die klamme Stadt Haan ist nicht in der Lage, den erforderlichen Eigenanteil bei der Finanzierung zu stemmen. Mehr als 3100 Reisende steigen täglich in Gruiten ein oder aus. Ein barrierefreier Umbau steht in den Sternen.

Die Hildener und Haaner haben noch zwei weitere wichtige Bahnhöfe in Reichweite. Solingen Hauptbahnhof (Bahnhof Ohligs) ist - wie im Vorjahr - in einem akzeptablen Zustand und bietet zahlreiche überregionale Verbindungen. Für Pendler Richtung Köln ist auch der Bahnhof Düsseldorf-Benrath wichtig. Auch er ist von "akzeptabel" auf "noch akzeptabel" herabgestuft worden, weil er nicht mehr den Anforderungen entspricht. Die Station Benrath soll modernisiert werden.

Fazit: Haan und - mehr noch Hilden - sind gut an das Netz der Bahn angebunden. Der Zustand der Bahnhöfe lässt zu wünschen übrig.

Quelle: RP
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