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Hilden
Tierfreunde feiern Fest mit ihren Vierbeinern

Hilden: Tierfreunde feiern Fest mit ihren Vierbeinern
Juliane Peitsch ist mit ihren chinesischen Schopfhunden "Puh" und "Quini" regelmäßiger Gast bei allen Festen des Tierheims. FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Beim Ostermarkt im Tierheim kamen am Samstag Tierfreunde und Leseratten voll auf ihre Kosten. Sie konnten zwischen Ostergestecken und Büchern stöbern, und wer sich zwischendurch stärken wollte, konnte dies mit Leckereien vom Grill tun. Von Leonardo Schenk de Oliveira

"Der Grund für solche Aktionen liegt auch in unseren laufenden Kosten, die wir dadurch zumindest teilweise decken können", erzählt Michaela Hoppe, Vorstandsmitglied im Tierheim.

Zurzeit laufen im Tierheim massive Umbauarbeiten. Die beiden Hundehäuser gelten nach 18 Jahren Dienst als veraltet. Im Herbst begannen die Abbrucharbeiten für eines der beiden Häuser. Das marode Holz wurde durch einen festen Betonbau ersetzt, der über eine Fußbodenheizung und eine Küche verfügt. Dort kann künftig Futter zubereitet werden. Außerdem wurden die Klappen zwischen Innen- und Außenzwingern vergrößert. Die Sanierung des zweiten Hundehauses ist bereits in Planung, jedoch ist der Baubeginn noch unklar. Eine weitere Baustelle auf dem Gelände ist das Kleintierhaus, das kurz vor seiner Fertigstellung ist. Hier haben die Tierschützer eine Art Wintergarten angebaut. Der größere Platz ermöglicht es Tieren, die gerne in Gesellschaft leben, mit mehr Artgenossen zusammenzukommen. Ein weiterer Teil ist für Vögel vorgesehen. Ein Wintergarten bietet Licht, Luft und viel Glas, wodurch Besucher die Tiere sehen können, aber zugleich nicht stören. Außen ist der Anbau bereits fertig; der Innenausbau hat begonnen. Voraussichtlich Ende April ist mit dem Einzug der Tiere zu rechnen. Bis zum Sommerfest am letzten Wochenende im August soll auch das erste Hundehaus fertiggestellt sein.

Insgesamt geht Vorstandsmitglied Siegfried Hornig von Umbaukosten zwischen 162.000 und 170.000 Euro aus. Hinzu kommen hohe Kosten für den Betrieb aller anderen Häuser, eines Arztraumes und verschiedener Quarantäne-Räume. Darüber hinaus verfügt das Tierheim über eine eigene Tierrettung, die Tag und Nacht auch für Langenfeld, Erkrath, Monheim und Mettmann anrufbar ist.

Einen Teil der Kosten erhält der gemeinnützige Verein über Verträge mit diesen Städten zurück. Dieser Teil deckt allerdings nicht die laufenden Personalkosten. Weitere Einnahmequellen sind Mitgliedsbeiträge, Berücksichtigungen in Erbschaften, Spenden - oder Aktionen wie der Ostermarkt. Da der Verein eigentlich nichts verkaufen darf, wird alles gegen eine kleine Spende ausgeschenkt und abgegeben. So erfährt das Tierheim viel Unterstützung: Die angebotenen Ostergestecke beispielsweise wurden von ehrenamtlichen Helfern in der Freizeit hergestellt. Alle Einnahmen kommen den Tieren zugute.

Quelle: RP
 
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