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Kreis Mettmann
Tipps und Tricks rund um den Kürbis

Kreis Mettmann: Tipps und Tricks rund um den Kürbis
Bernd Hoff hat an seinem Gemüsestand - hier auf dem Wochenmarkt in Ratingen - jede Art von Kürbissen. FOTO: Dietrich Janicki
Kreis Mettmann. Markthändler geben Tipps für die Verarbeitung der gelb-orangenen Feldfrüchte zu grimmigen Gesichtern und zu leckeren Speisen. Eine besonders schöne Idee für die Herbst-Deko sind Kürbis-Blumen-Gestecke. Für kreative Köpfe gibt es viele Bastelmöglichkeiten. Von Sabrina Zurawka und Lucie Sanke

Auf dem Markt wird man heute schon von leuchtend orangenen Kürbissen begrüßt: Der Oktober kommt und das Erntedankfest steht vor der Tür. Aber bevor die Saison so richtig losgeht und geplant werden kann, was man mit den Kürbissen anstellt, sollte man sich erst einmal gut informieren.

Bernd Hoff, Markthändler, kennt sich aus. Aussaat sei Ende April oder Anfang Mai, je nach dem wann die Gefahr von Frost vorbei ist. Denn alle Kürbissorten seien sehr frostempfindlich. Deshalb müssten sie im Oktober auch geerntet werden, bevor der Nachtfrost kommt, so Hoff, der die Kürbisse auf seinem Marktstand im Kreis Mettmann verkauft.

Natürlich sollte man sich auch fragen, ob der Kürbis als Dekoration dienen soll oder man ihn zu köstlichen Speisen verarbeiten will. Der Unterschied zwischen den Zier- und Speisekürbissen ist gar nicht so groß, wie man vielleicht denkt. "Sogar Zierkürbisse wären essbar, sie haben aber kaum Fruchtfleisch", so Hoff.

Ob man diese dekorativ auf Fensterbänke stellt, oder aber aushöhlt und Blumen hinein pflanzt, bleibt jedem selbst überlassen. Natürlich kann auch, passend zu Halloween, ein großer Kürbis genutzt werden, um ein Gesicht hinein zu schnitzen, doch laut Toni Ingenhoven, der ebenfalls einen Stand auf dem Ratinger Markt hat, ist diese Tradition in den vergangenen Jahren merklich zurückgegangen.

Soll der Kürbis jedoch nicht auf die Fensterbank, sondern in den Bauch, eignen sich die Sorten Hokkaido, Muskat oder aber Butternut besonders gut. Erstere ist bei Hoffs Kunden besonders beliebt, da der Hokkaido-Kürbis vor dem Verarbeiten nicht geschält werden muss, sondern nur entkernt und anschließend im Ganzen gekocht werden kann. Der Muskat und auch der Butternut Kürbis müssen vor dem Kochen zwar geschält werden, besitzen aber auch beide sehr viel Fruchtfleisch.

Alle Sorten kann man besonders gut mit Ingwer, Karotten, Lauch oder aber auch Peperoni zu einer Suppe verarbeiten. Dadurch bekommt man nicht nur ein leckeres Gericht, sondern "beugt auch Erkältungen vor", so Hoff. Zu der Kürbissuppe hat auch Ingenhoven einen Tipp: "Suppe, serviert in einem ausgehöhlten Hokkaido Kürbis." Das macht auch optisch sehr viel her.

Doch Kürbisse eignen sich nicht nur gut für Suppen. "Sie sind ein sehr vielseitiges Gemüse", sagt Sabine Unger, die an Hoffs Stand tätig ist. Neben herzhaften Gerichten wie Schmorgemüse oder Eintopf kann man ihn auch wunderbar für süße Speisen nutzen. Selber macht sie oft Marmelade, die sie dann auch verkauft.

Ihr Geheimtipp jedoch: englischer Pumpkin-Pie. Da sie selber schon in England gelebt hat, wird dieser Kuchen auch hier noch gerne gebacken. Denn so hat sie auch hier noch etwas von der typischen "englischen Erntedank-Tradition". Für viele weitere Rezepte rund um den Kürbis empfiehlt sie die Website www.kuerbis-company.de.

Eine besonders schöne Idee für die Herbst-Deko sind Kürbis-Blumen-Gestecke. Die sind genauso simpel selbst zu machen, wie normale Blumengestecke. Der Kürbis dient dabei als Blumentopf. Sonst werden nur noch ausreichend Steckmasse und Blumen benötigt.

Der Kürbis wird wie beim Schnitzen zuerst aufgeschnitten. In welcher Höhe er hierbei geteilt wird, hängt von der gewünschten Größe des Gestecks ab und kann damit individuell entschieden werden. Anschließend wird das Fruchtfleisch aus dem Inneren (und dem Deckel) entfernt, wer will kann den Hohlraum dann auch noch auswaschen. Nun wird die Steckmasse in den Boden hineingelegt und das Blumenstecken kann beginnen. Am besten wählt man hierbei herbstliche Farben wie rot, orange und violett. Auch Beeren wie Physalis, Hypericum und Viburnum können das Gesteck noch verschönern. Einige Zweige Efeu oder Farn sorgen für eine grüne Abrundung. Wer nicht die zu zarte Pflanzen in den Kürbis gesteckt hat, kann am Schluss auch den Deckel wieder vorsichtig auf das Gesteck setzen.

Kreativere Köpfe können aus mehreren kleinen Kürbissen auch kleine Menschen oder Tiere basteln.

Für ein Kürbis-Männchen werden zwei etwas kleinere Zierkürbisse - für Körper und Kopf - und verschiedene trockene Gräser, Blüten, Samen, Eicheln und Hagebutten benötigt. Mit Hilfe von Holzstäbchen werden die einzelnen Teile dann aneinander befestigt.

Zuerst wird der kleine Kürbis auf den großen gesetzt, so dass eine menschliche Form entsteht. In den Kopf werden dann kleine Löcher gebohrt, in die Gräser (als Haare) gesteckt werden können. Als Augen können halbierte Hagebutten zusammen mit Samenkörnern als Pupillen dienen, als Nase eine Eichel und als Mund wieder ein Stück Hagebutte. Für Arme und Beine können etwas größere Blätter angesteckt werden und für zusätzliche Deko sorgen Blüten, die am größeren Kürbis angebracht werden können. Fertig ist das kleine Kürbis-Kerlchen.

Quelle: RP
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