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Hilden
Träger für neue Mega-Kita ist gefunden

Hilden: Träger für neue Mega-Kita ist gefunden
FOTO: Staschik, Olaf (ola)
Hilden. Die Freizeitgemeinschaft für Behinderte und Nichtbehinderte will am 1. August 2017 in der Heuss-Schule starten. Von Christoph Schmidt

Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder von 0 bis 6 Jahren steigt stetig. Deshalb will die Stadt ein Gebäude der Theodor-Heuss-Schule (die Hauptschule läuft 2016 aus) für 3,1 Millionen Euro zu einer Mega-Kita mit sechs Gruppen und 105 Plätzen, darunter 32 Plätze für unter Dreijährige, umbauen.

Träger der neuen Kita wird die Freizeitgemeinschaft für Behinderte und Nichtbehinderte, haben alle Fraktionen im Jugendhilfeausschuss einstimmig beschlossen. "Alle anderen Träger in Hilden sind damit einverstanden", versichert Jugenddezernent Reinhard Gatzke.

Die Wahl der Freizeitgemeinschaft biete eine ganze Reihe von Vorzügen. Die Freizeitgemeinschaft mit Sitz neben dem Stadtarchiv (Gerresheimer Straße 20b) betreibt bereits seit Jahren zwei Tageseinrichtungen für Kinder: die Kita Ellen Wiederhold im Hildener Norden (Schalbruch 33) und den "K arnaper Regenbogen" im Hildener Süden (Wilhelmine-Fliedner-Straße 2). Beide Kitas sind inklusiv: behinderte und nichtbehinderte Mädchen und Jungen werden dort gemeinsam gefördert. Die Heuss-Schule liegt im Hildener Norden. Dort leben überproportional viele Familien mit Kindern, Allerziehende und Zuwanderer. Die Freizeitgemeinschaft betreibt auch den benachbarten Abenteuerspielplatz im Auftrag der Stadt. Für Rainer Hack, Vorsitzender der Freizeitgemeinschaft, bietet sich eine Zusammenarbeit geradezu an: "Kurze Wege für konzeptionelle und pädagogische Absprachen sowie die gemeinsame Nutzung von Strukturen sind unter dem Dache eines zuständigen Trägers in der Regel gut umsetzbar."

Das Konzept für die neue Kita soll deshalb die Schwerpunkte Inklusion, Bewegung und Naturpädagogik vorsehen, schlägt Noosha Aubel, Leiterin des Amts für Schule, Jugend und Sport vor. Dafür kann die angrenzende Turnhalle Furtwänglerstraße und das Jugend- und Kulturzentrum Area 51 mit genutzt werden. Die Übertragung der Trägerschaft auf einen "freien Träger" habe auch noch finanzielle Vorteile für die Stadt, rechnet Dezernent Reinhard Gatzke vor. Freie Träger bekommen sechs Prozent höhere Betriebskosten vom Land als Kommunen: "Das entspricht rund 50 000 Euro pro Jahr."

Bodo Seume, Geschäftsführer der Freizeitgemeinschaft, freut sich über die Entscheidung der Politik: "So können wir unser Fachwissen zur Inklusion einbringen." Für die neue Mega-Kita müssen rund 20 weitere Mitarbeiter eingestellt werden. Die Freizeitgemeinschaft Behinderte und Nichtbehinderte beschäftigt aktuell knapp 50 pädagogische Mitarbeiter und 40 weitere Integrations- und Inklusionshelfer. Sie werden nach einem Tarif bezahlt, der an den des Öffentlichen Dienstes angelehnt ist.

Quelle: RP
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