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Haan
Umwelt-Ideen gewürdigt

Haan: Umwelt-Ideen gewürdigt
Nach der Preisverleihung: Annegret Buchart und Clemens Hölter sind umringt von Don-Bosco-Grundschülern. An der Schule sind seit der Projektwoche Energiedienste eingeführt: Schüler bedienen Heizungsventile, Lichtschalter, Steckerleisten für die Computer, achten auf den Wasserverbrauch und trennen den Müll. FOTO: Anja Tinter
Haan. Den ersten RWE-Klimaschutzpreis der Stadt Haan teilen sich die Don-Bosco-Schule und Clemens Hölter. Je 1250 Euro belohnten die Grundschule für ihre Umwelt-Projektwoche und stärken die No-energy-Stiftung. Von Ralf Geraedts

Der Jubel war ohrenbetäubend. Gut 200 Schüler und Lehrer hatten sich im Foyer der Don-Bosco-Schule und im Treppenhaus versammelt, um die Übergabe des ersten RWE-Klimaschutzpreises an die Schule und die No-energy-Stiftung zu erleben. Schulleiterin Annegret Buchart und Stiftungsgründer Clemens Hölter nahmen die Urkunden um das Preisgeld von Manfred Hausmann, RWE-Kommunalbetreuer, entgegen. Dr. Dieter Gräßler, Vorsitzender des Haaner Energiebeirates, und Bürgermeister Knut vom Bovert gratulierten.

Die Grundschule hatte mit großem Erfolg eine Umweltprojektwoche durchgeführt. Drei Tage lang konnten die Mädchen und Jungen jeweils zwei aus zehn Angeboten wählen. Sie bepflanzten – unterstützt vom Betriebshof – das Schulgelände, bastelten Kunst und Sportgeräte aus Müll, hämmerten Nistkästen zusammen oder waren als Energie-Detektive auf dem Schulgelände unterwegs.

Würstchen vom Solarkocher

Die No-energy-Stiftung, die Clemens Hölter im vorigen Jahr gründete, war selbst aktiv bei der Projektwoche. Hölter, seit weit über einem Jahrzehnt Aktiver im Umweltschutz und Mensch mit Visionen, führte den Schülern greifbar vor Augen, was sie selbst für Umwelt, Energiesparen und Klimaschutz tun können. Er schärfte das Bewusstsein für den Wasserverbrauch und machte durch Würstchen, die vom Solarkocher im gleißenden Sonnenlicht gebrüht wurden, Sonnenenergie auch genießbar.

Verblüfft waren die Schüler zu sehen, dass die Raumtemperatur durch viele Menschen in einem Zimmer ansteigt – nur beim Singen des Mottoliedes "Eine Hand voll Erde" um drei Grad.   Der Einsatz zur Förderung des Energie-Spargedankens reicht aber noch viel weiter. So bietet die Stiftung, zusammen mit dem Umweltbundesamt Energiesparkisten an, mit deren Messgeräten Umweltdetektive auf die Suche von Stromfressern gehen können.

Fünf Bewerbungen

"Hier in Haan ist der Klimaschutz ein großes Thema", stellte Manfred Hausmann fest, der andeutete, dass auch im nächsten Jahr ein Preis vergeben werden könnte. Der Bürgermeister lobte die Schule für ihre Teilnahme und ermunterte die Kinder, die Ideen nach Hause zu tragen und auch die Eltern zu überzeugen. Die Sensibilisierung für den Klimaschutz-Gedanken sei auch Ziel des Wettbewerbs gewesen, erklärte Dr. Dieter Gräßler. Der Energiebeirat musste unter fünf Bewerbungen auswählen.

Die Grundschule wird das Preisgeld einsetzen, um Arbeitsgeräte für die neu gegründete Garten-Arbeitsgemeinschaft und Umweltkisten mit Unterrichtsmaterial zu kaufen. Clemens Hölter stockt mit dem Preis das Stiftungskapital auf 52500 Euro auf.

(RP/rl)
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