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Hilden
Unbekannte vergiften Hund

Hilden: Unbekannte vergiften Hund
Claudia und Norbert Graffweg sind froh, dass ihr Labradorhund Merlin die Vergiftung dank tierärztlicher Hilfe überlebt hat. FOTO: MATZERATH
Hilden. Labrador Merlin hat am Langenfelder Heinenbusch-See Giftköder verzehrt, er wurde in der Haaner Klinik gerettet. Ordnungsamtschef warnt Hundehalter. Von Stephan Meisel

Mit Ehemann Norbert hatte Claudia Graffweg als Langenfelder Prinzenpaar noch vor wenigen Monaten die Karnevalisten erheitert. Jetzt ist der 52-Jährigen nicht nach Spaß zumute. Unbekannte haben ihren Labradorhund Merlin vergiftet. "Es muss am Sonntag gegen 17.30 Uhr am Heinenbusch-See passiert sein", erzählt die Richratherin. Zwar haben Tierärzte Merlin rasch behandelt und ihm wohl das Leben gerettet, doch der zweijährige Hund war auch gestern noch sehr benommen. "Ich hoffe, er kommt bald wieder auf die Beine."

Das Gebiet um den See ist auch bei anderen Hundehaltern aus dem Südkreis bekannt und beliebt auf Facebook haben viele Nutzer die Geschichte von Merlin verfolgt und geteilt, Claudia Graffweg vermutet, dass ein Hundehasser den Giftköder irgendwo zwischen Petri-Heil-Anglerheim und den Tennisplätzen im Gebüsch platziert hatte. "Auf dem Rundweg um den See war Merlin an der Flexi-Leine immer neben mir, nur auf diesem Stück auch etwas abseits. Der Labrador ist leider sehr gefräßig und schluckt schnell runter, wenn er etwas findet. Ganz anders als unser Jack-Russell-Terrier Grisou, der auch mit dabei war."

Als Merlin zu Hause torkelte und erbrach, fuhren die Graffwegs mit ihm zum sonntäglichen Notdienst in die Haaner Neandertal-Tierklinik. "Dort wurde klar festgestellt, dass er vergiftet wurde, den Symptomen nach allerdings nicht mit Rattengift." Sie selber habe anderntags die Stelle am Heinenbusch noch einmal nach einem Giftköder abgesucht, aber nichts gefunden.

Ordnungsamtsleiter Christian Benzrath aus Langenfeld erfuhr erst auf die RP-Anfrage von dem Fall. "Ich werde gleich Mitarbeiter dorthin schicken, um das Gelände zu überprüfen. Es ist ganz wichtig, dass Hunde mit möglichen Vergiftungserscheinungen nicht nur schnell zum Tierarzt gebracht werden, sondern dass auch wir im Amt Bescheid bekommen und solch ein Fall auch bei der Polizei angezeigt wird."

Wie nach den ähnlichen Taten aus den vergangenen Jahren ruft Benzrath aktuell Hundehalter beim Gassigehen zu erhöhter Wachsamkeit auf. "Am besten führt man die Tiere nur an der kurzen Leine. Und wenn jemand einen vermeintlichen Giftköder findet, wäre es wichtig, ihn in eine Tüte zu stecken und im Rathaus oder bei der Polizei abzugeben."

Quelle: RP
 
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