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Auf Ein Wort Hanno Nell
Und das nicht nur zur Sommerszeit

Hilden. Die Sommerferien in Nordrhein-Westfalenneigen sich dem Ende zu, viele haben in der Fremde hoffentlich bereichernde Erlebnisse gehabt. Gastfreundschaft zum Beispiel. Bevor der Alltag wieder losgeht, ist es gut, sich zu vergewissern, was uns trägt - und was nicht untergehen soll im Alltagsstress.

Über das, was besonders wichtig ist, wird am Sonntag in den meisten evangelischen Kirchen gepredigt (Markus-Evangelium 12,28-34). Auf die Frage, was das höchste Gebot sei, antwortete Jesus mit zwei Geboten aus der damaligen Bibel, unserem Alten Testament: Das höchste Gebot ist das: "Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, unsern Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften." Das andere ist dies: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Es ist kein anderes Gebot größer als diese.

Gottesliebe und Nächstenliebe fasst Jesus in diesem Doppelgebot der Liebe zusammen. Nächstenliebe ist etwas typisch Christliches, denken viele. Ist es ja hoffentlich auch. Das Gebot der Nächstenliebe, das Jesus zitiert, stammt aber wie vieles anderes, was unser sogenanntes Abendland zum christlichen Abendland macht, aus dem (im Morgenland entstandenen) Judentum. Daran soll wie jedes Jahr am Israelsonntag besonders erinnert werden, der jetzt am Sonntag gefeiert wird.

Gottes Liebe zu uns, die wir als Nicht-Juden durch Jesus ebenfalls zu ihm gehören dürfen, und unsere Antwort darauf, Gottesliebe und Nächstenliebe, mögen auch die Zeit nach den Ferien zu einer guten Zeit werden lassen. Und das nicht nur zur Sommerszeit.

Quelle: RP
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