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Hilden
. . . und jeder hat Wenko-Artikel zu Hause

Hilden. Politiker aus Bund, Land und Stadt waren gestern bei dem Hildener Vorzeige-Unternehmen zu Gast. Von Gökçen Stenzel

Bei der Abgeordneten Michaela Noll ist es eine Befestigung fürs Handtuch im Bad. Bürgermeisterin Birgit Alkenings hat einen Toiletteneimer und einen Bügelbrett-Bezug sowie einen Stopfen für das Waschbecken zu Hause. Ratsfrau Sabine Kittel besitzt ein Bügelbrett, Ratsherr Christopher Monheimius einen Papierhalter - alles Artikel aus dem Hause Wenko, wo die Politiker gestern zu Gast waren. "Ich bin sicher", sagte Ursula Greve-Tegeler von der Frauen Union (und sie sollte Recht behalten), "jeder Einzelne hier hat einen Wenko-Artikel zu Hause."

Sie hatte den Besuch der Firmenzentrale Am Hülsenfeld initiiert, und so hörten sich die Gäste unter anderem an, dass das Unternehmen in den vergangenen vier Jahren seinen Umsatz verdoppelt hat. Marie-Luise Dött, CDU-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Unternehmerinnen Deutschlands, war eigens aus Berlin angereist, um an dem Termin teilnehmen zu können, ihre Rede in Kurzform: Alles top in dem 56 Jahre alten Vorzeige- und Ausbildungsbetrieb. Aufgabe der Politik sei es, gerade den mittelständischen Unternehmen Freiräume zu schaffen. Geschäftsführer Niklas Köllner erzählte, man bringe jährlich 500 Produkte auf den Markt, die selbst entwickelt werden. Vor allem die kleinen Haushaltshilfen sind es, die bereits unzählige Preise für Innovation gewonnen haben - Köllner warf dazu eine "Angeber-Folie" an die ausgefahrene Leinwand.

Alkenings betonte, die Aufgabe von Stadt und Wirtschaftsförderung sei es, den Unternehmen ein gutes Umfeld zu bieten - "was gerade in Hilden mit unseren begrenzten Flächen nicht immer im wünschenswerten Ausmaß möglich ist". Beigeordneter Norbert Danscheidt als erster Wirtschaftsförderer nickte bei diesen Worten wissend - allerdings sind die Gewerbesteuereinnahmen nicht deswegen so stark eingebrochen, weil viele Firmen abgewandert wären. Sondern weil sie sehr viel in den Standort investieren, was die Steuerabgaben drückt.

Danscheidt war sich übrigens nicht sicher, was die Wenko-Artikel im eigenen Heim angeht: "Das hat meine Frau besser im Blick."

Quelle: RP
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