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Auf Ein Wort Sara Schäfer
Uns faszinieren Außenseiter

Hilden. Die Fußball-EM hält für die Zuschauer einige Überraschungen bereit: Wales steht am Ende der Gruppenphase vor England, Island und Nordirland stehen im Achtelfinale - Teams, mit denen niemand gerechnet hat. Doch es ist nicht nur die Spielstärke dieser Teams, die auffällt. Viel beeindruckender finde ich zumindest die Spielfreude der Mannschaften und das Engagement der Fans. Es sind Teams, die noch lange nicht genug Geld haben werden, um sich einen Christiano Ronaldo oder einen Thomas Müller leisten zu können, die aber diesen Mangel durch ihren Spaß am Spiel und ihren Zusammenhalt als Mannschaft gar nicht erst spürbar werden lassen.

Es sind die Außenseiter, die uns faszinieren, die auf einmal auch von vielen Deutschen angefeuert werden. Mannschaften, mit denen vorher niemand gerechnet hätte. So, wie zu Zeiten des Neuen Testaments auch niemand damit gerechnet hätte, dass Jesus einmal zu Simon Petrus, einem Fischer, sagen würde "Du bist der Fels, auf den ich meine Kirche bauen will." (Mt 16,18). Fischer waren zu dieser Zeit gesellschaftliche Außenseiter. Sie arbeiteten oft nachts, waren dann auf See und wenn sie an Land waren, konnte man sie schon einige Meilen gegen den Wind riechen.

Den Fischgeruch wurden sie nicht los. Dazu kam, dass Fischer oft eher schweigsame Menschen waren - gerade das nicht wirklich eine gute Voraussetzung dafür, dass Jesus sich sie als seine Mitstreiter aussuchen sollte, um das Evangelium zu verbreiten. Doch Jesus hat Vertrauen in sie, er schickt sie los, um Wunder zu vollbringen, Menschen zu heilen und von Gott und seiner Liebe zu erzählen. Jesus zählt auf die Außenseiter. Für ihn ist niemand zu klein oder zu still. Er hat damals seinen Jüngern (die nicht nur Fischer waren, aber auch sonst eher aus Randgruppen kamen) vertraut und er vertraut heute auf uns, dass wir in seiner Freude und seiner Liebe leben, von ihr erzählen und sie so weitergeben.

Quelle: RP
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