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Hilden
Veranstalter schultern weiteren Hildanus-Lauf

Hilden: Veranstalter schultern weiteren Hildanus-Lauf
Beim letzten Hildanus-Lauf halfen einige Mütter ihren Kindern, durchs Ziel zu kommen. FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Der organisierende Verein zeigt sich zuversichtlich, die Finanzierungslücke dank Sponsoren schließen zu können - zumindest für die nächsten zwei Jahre. Von Alexandra Rüttgen

Das war Florian Frieges wichtig: Die Stadt Hilden hat signalisiert, dass ihr am Fortbestand des Hildanus-Laufs gelegen ist. Das ist der Eindruck des Veranstalters nach einem Gespräch mit Vertretern der Stadtverwaltung, des Stadtsporverbands und des Sportausschusses am Montagabend. Gemeinsam hätten die Beteiligten nach Lösungen gesucht, den Volkslauf auch künftig an jedem dritten Sonntag im September stattfinden zu lassen. "Da hat sich eine Solidaritätsgemeinschaft gefunden", berichtet Frieges von der LG Stadtwerke, die als Unterabteilung des TuS 96 Hilden den Lauf organisiert. Denn nach dem Bericht in der RP haben sich Spender gemeldet, die den Lauf finanziell unterstützen wollen.

Erhöhte Sicherheitsauflagen hatten das Ereignis noch vor kurzem in Frage gestellt. Es geht dabei insbesondere um die Beschilderung des Abschnitts Breddert/Am Eichelkamp. Während des Laufs muss diese sonst normal befahrene Straße in eine Einbahnstraße umgewandelt werden. Die eine Fahrbahn nutzen die Läufer, ihnen entgegen kommen auf der anderen Fahrbahn die Autos. Diese Regelung muss besser ausgeschildert werden, um die Sportler zu schützen. Denn die bisherige Lösung wurde "wenig bis gar nicht beachtet", hat TuS-Vorsitzender Michael Wegmann beobachtet.

Nun müssen allein 60 Schilder an diesem Streckenabschnitt eingesetzt werden - und die hat die Stadt Hilden nicht. Deshalb und aus versicherungsrechtlichen Gründen - kein Privatmann aus dem Organisationsteam kann und will für etwaige Schäden haften - wird nun eine Fachfirma gesucht, die die Sperrungen einrichtet. Und die Dienste einer solchen Firma kosten, das hat eine erste Abfrage ergeben, rund 10.000 Euro. Geld, das der Veranstalter nicht hat, der für den Lauf auch so schon 8000 Euro jährlich einwerben muss.

Am Montagabend haben die Beteiligten nun ausgelotet, wie der LG Stadtwerke zu helfen ist. Die Stadt Hilden stehe hinter dem Hildanus-Lauf, "da gab es nie eine andere Aussage", betont Sportdezernent Sönke Eichner. In Sachen Sicherheit habe die Stadtverwaltung den Organisatoren indes nicht entgegenkommen können, "da können wir keine Abstriche machen", sagt Eichner. Das allein schon im Interesse der Organisatoren, die ihre Veranstaltung über die Sporthilfe versichern. Denn komme es im Schadensfall hart auf hart, drohe das Erlöschen des Versicherungsschutzes, wenn im Vorfeld nicht auf eine korrekte Beschilderung und Sicherung der Laufstrecke geachtet worden ist.

Die Stadt müsse daher in anderer Form unterstützen. So hat sie angeboten, den Verkehrszeichenplan auf eigene Kosten zu erstellen und einen Teil der benötigten Schilder zur Verfügung zu stellen. Außerdem ist sie bereit, die Kosten der Veranstaltung gemeinsam mit dem Verein auf etwaige Einsparpotenziale abzuklopfen - womöglich gibt es Firmen, die die Absicherung der Laufstrecke billiger als zum Preis von 10.000 Euro anbieten.

"Wir wollen den Hildanus-Lauf bestmöglich unterstützen. Daher brauchen wir von den Veranstaltern eine Beschreibung, wo es noch hakt", sichert Eichner zu. Und die Mitglieder von Sportausschuss und Stadtsportverband wollen ausschwärmen, um weitere Sponsoren zu finden.

Aktuelle Spendenzusagen machen Wegmann und Frieges zuversichtlich, dass der Lauf in diesem und im kommenden Jahr stattfinden kann. "Und für die nächsten Jahre müssen wir eine dauerhafte Lösung finden", so Wegmann. Dass der Lauf damit vom Wohl und Wehe spendenwilliger Privatleute und Unternehmen abhängt, sei im Sport gang und gäbe, erläutert Frieges: "Dieses Risiko hat man bei vielen Laufveranstaltungen", sagt er und verweist auf den Düsseldorfer Metro-Marathon, der ja ebenfalls von einem Sponsor abhängig sei.

Frieges und Wegmann arbeiten nun daran, die Anmeldung in zwei Wochen freischalten zu können. Denn "die Schulen sollen sich noch vor den Sommerferien anmelden können", sagt Wegmann.

Interessierte Spender und Sponsoren melden sich unter info@lg-stadtwerke-hilden.de.

www.lg-stadtwerke-hilden.de

Quelle: RP
 
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