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Hilden
Verbände fürchten um Zuschüsse

Hilden. Beim SPD-Sommerfest ging es auch um die Haushaltslage der Stadt.

Miteinander konnten sich die Mitglieder der Hildener SPD am Samstagnachmittag nicht unterhalten: Bei ihrem eigenen Sommerfest auf dem Markt waren alle so eingebunden in den Wurst- und Kuchenverkauf, dass dazu wenig Gelegenheit blieb. Immerhin allgemeine Zufriedenheit - es war sonnig und gut besucht, Familien kickerten, andere suchten das Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Jens Geyer und den Hildener Ratsmitgliedern. Die Bands "Framic" und "Nici und Band" waren später für die Musik verantwortlich.

Thema einiger Gespräche war eine Zusammenkunft von Wohlfahrtsverbänden und Fraktionen, die Ende August stattfinden soll. Dabei wollen die Verbände ihre Anliegen schildern und trotz angespannter Haushaltslage darauf drängen, dass ihre Zuschüsse langfristig gesichert werden. In den Verträgen mit der Stadt sind die Aufgaben, die die Verbände übernehmen, ebenso festgehalten wie die Beträge, die ihnen dazu ausgezahlt werden. "Wir fragen uns", sagt Ex-Bürgermeister und Awo-Vorsitzender Günter Scheib, "ob es richtig ist, einfach alle Ausgaben um zehn Prozent zu kürzen - oder ob Prioritäten gesetzt werden sollten." Streit untereinander wolle man vermeiden. Der droht aber gerade dann, wenn es beispielsweise um eine neue Trägerschaft geht: Soll die Awo die neue Kita in der Heuss-Hauptschule betreiben oder die Gemeinschaft Behinderte und Nichtbehinderte? Bisher sind gerade die Prioritäten ein Problem, der Stadtrat mag sich oft nicht festlegen. Deswegen sind Gutachten in den unterschiedlichsten Belangen beliebt und teuer. Und oft genug nutzlos, wie sich gezeigt hat.

(gök)
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