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Hilden
Viele Bürger unterstützen ihre Stadt bei Betreuung der Flüchtlinge

Hilden. Die Bezirksregierung Düsseldorf gab der Stadt Hilden Anfang August nur 24 Stunden Zeit, um ein Quartier für 150 Asylsuchende zu finden. In Windeseile wurde die ehemalige Albert-Schweitzer-Schule als provisorische Erstaufnahme-Einrichtung hergerichtet. Ein organisatorischer Kraftakt: Er gelang, weil die Feuerwehr, die Johanniter, das Rote Kreuz, die Malteser und andere Freiwillige die Stadt tatkräftig unterstützten. Das ist auch heute noch so, freuen sich Bürgermeisterin Birgit Alkenings und Sozialdezernent Reinhard Gatzke: Die Hildener lassen "ihre Stadtverwaltung" mit der Versorgung der Menschen nicht allein. Weit über 160 Einwohner haben sich gemeldet, um die Flüchtlinge in der Schweitzer-Schule durch Spenden und andere Angebote unterstützen. "Die Hilfsbereitschaft der Hildener ist einfach überwältigend", ist Michaela Neisser von ganzem Herzen dankbar. Das gibt der Flüchtlingsbeauftragten und ihren Mitarbeitern im Rathaus die Kraft, jeden Tag Lösungen für neue Probleme zu suchen - und zu finden. Beispiel: Die Kinder in der Erstaufnahme-Einrichtung müssen eigentlich nicht zur Schule gehen. "Wir wollten sie nicht sich selbst überlassen", erklärt Neisser: "Deshalb haben wir eine Klasse eingerichtet und 15 Freiwillige als Lehrer gefunden." Deshalb können seit einigen Tagen alle Flüchtlingskinder in Hilden zur Schule: sowohl die in der Erstaufnahme-Einrichtung als auch die in den städtischen Unterkünften. Hilden beherbergt aktuell 150 Asylsuchende aus 19 Ländern in der Schweitzer-Schule als Erstaufnahme für das Land nach derzeitigem Stand bis 15. Oktober. Hinzu kommen weitere 313 Asylbewerber in kommunalen Häusern, berichtet Bürgermeisterin Birgit Alkenings. Seit Montag gibt es eine Spielgruppe für Vorschulkinder in der Schweitzer-Schule, organisiert von engagierten Mitgliedern der Evangelischen Gemeinde. Von Christoph Schmidt

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des städtischen Spielmobils und des Jugendparlaments bei den Flüchtlingen. Zusätzlich wurden Container mit Duschen für die 150 Flüchtlinge aufgestellt. "Die sanitären Anlagen werden jeden Tag von einem Dienstleister gereinigt", erläutert Sozialdezernet Reinhard Gatzke: "Die Flüchtlinge haben dazu einen Reinigungsdienst mit Freiwilligen aus ihren Reihen organisiert."

Quelle: RP
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