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Hilden
Volkstrauertag: Mit Kränzen der Kriegsopfer gedacht

Hilden. Unter Trommelwirbel schritten Soldaten, Abgeordnete von Polizei, Feuerwehr, Deutschen Roten Kreuz, Schützenbruderschaft, die Bürgermeisterin und viele Hildener Bürger zur Kranzniederlegung am Volkstrauertag. Im Ehrenhain auf dem Hauptfriedhof wartete eine Ehrenformation der Soldaten aus der Waldkaserne, um auch den Kranz des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) niederzulagen. Von Uli Schmidt

Zu Füßen der Skulptur "Die Trauernde" liegen bereits Kränze aller teilnehmenden Organisationen, der Stadt und der Bundesministerin für Verteidigung. 70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges entstand andächtige Stimmung, als die Trompete das Lied "Ich hatte einen guten Kameraden" spielte. Zuvor hatte es in der Trauerhalle des Hauptfriedhofs einen Gedenkakt gegeben. Bürgermeisterin Birgit Alkenings erinnerte an die Befreiung Deutschlands von einer Schreckensherrschaft durch die Alliierten vor 70 Jahren. Mit Blick auf die Attentate von Paris merkte sie an: "Der Krieg kommt jetzt in Form von Terrorismus in Europa an. Wir müssen trotzdem versuchen, ein Leben in Demokratie und Freiheit für alle zu ermöglichen." Es sei auch wichtig, an die Opfer von Krieg, Verfolgung und Vertreibung zu denken, die aktuell ihre Heimat verlassen müssten. Diakon Michael Ruland stellte die Frage, ob sich angesichts so vieler deutscher Feiertage die Jugend noch den "Volkstrauertag" im Bewusstsein hätte. Er brachte den Begriff "Friedensmahntag" ein. Frieden sei nicht selbstverständlich, sagte Roland. An den Gräbern der 31 Zwangsarbeiter, die in auf dem Hauptfriedhof ihre letzte Ruhe fanden, legte die Bürgermeisterin Blumen nieder. "Ihre Gräber sind eine bleibendes Mahnmal, dass ihre Geschichte nicht vergessen wird."

Quelle: RP
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