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Hilden
Vortrag über "Nemo und Verwandte"

Hilden. Otter "Nemo" ist bei den Hildenern beliebt. Als er Ende November im Fabry-Museum seinen 8. Geburtstag feierte, standen die Gratulanten Schlange. Nicht immer aber waren Otter Sympathieträger. Der feine, dichte Pelz des Fischotters wurde einst von der Damenwelt gerühmt. In Zeiten politisch korrekter Einstellung zum Tier spielt diese Mode keine große Rolle mehr, und als Kernthema der Kunst gilt der amphibische Jäger auch nicht. Sieht man jedoch genauer hin, finden sich erstaunlich viele und vielfältige Darstellungen eines Tieres, dessen kulturhistorische Bedeutung unterschätzt wird. Die Hochzeit des Otters lag sicher im späten Mittelalter. Darum wundert es nicht, dass sich der Blick auf dieses Tier im Laufe der Jahrhunderte gewandelt hat, und mit ihm auch das Bild der Marderart in der Kunst.

Dr. Sandra Abend lädt für Donnerstag, 14. Januar, die Besucher des Fabry-Museums zu einer kultur- und kunstgeschichtlichen Reise auf den Spuren der Fischotter ein. Sie zeigt, wie das Raubtier mit dem Bischof Cuthbert von Lindisfarne in Szene gesetzt wird, welche Erwähnung der Otter in den bedeutendsten Jagdbüchern des Mittelalters findet und warum man Otter auch in der Fastenzeit verspeisen durfte.

Wie man im 19. Jahrhundert auf Otterjagd ging, belegen dramatische Jagdbilder, auf denen das wehrhafte Tier mit gefletschten Zähnen im Kampf mit Hunden dargestellt wird. Inzwischen ist der Otter von den Speisekarten verschwunden und er hat ein friedlicheres Leben. Heute liegt der Fokus eher auf der Anmut und Beweglichkeit des Tieres, besonders im Wasser. So wird der Otter oft als Brunnenskulptur und als freistehende Plastik verewigt.

Der Vortrag am Donnerstag, 14. Januar, 19.30 Uhr, läuft anlässlich der Ausstellung "'Der Otter ist ein listig und boßhafftig Thier' - Nemo und seine Verwandtschaft einst und jetzt". Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro.

(arue)
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