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Hilden/Haan
Warnstreik trifft Busfahrer und Kindergarten-Eltern

Hilden/Haan. In Haan verkehrte gestern kein einziger Rheinbahn-Bus. In Hilden konnte das Verkehrsunternehmen mit Hilfe von Fremdfirmen-Mitarbeitern nur die Linie 785 aufrechterhalten. Der Warnstreik von Verdi legte den Busverkehr praktisch lahm. Fahrgäste mussten auf die S-Bahn, Regionalzüge, Taxen oder das eigene Auto umsteigen. In Hilden beteiligten sich auch Mitarbeiter in städtischen Kindertageseinrichtungen an dem Ausstand. Die Kita Itterpänz, Kunterbunt, Traumquelle und Rappelkiste waren geschlossen. Die Eltern waren vorab über Aushänge informiert. In Notgruppen konnten arbeitende Väter und Mütter sowie alleinerziehende Erwerbstätige ihre Kinder betreuen lassen. Die Kita Holterhöfchen, Mäusenest, Pusteblume und Rehkids waren wie üblich geöffnet. Die Mitarbeiter im Jugendamt für die Sachgebiete Kita und Tagespflege beteiligten sich nicht an dem Ausstand. Etwa ein Drittel der Restmülltonnen konnte gestern nicht geleert werden, weil die Müllfahrzeuge unterbesetzt auf Tour gingen. Die nicht geleerten Tonnen sollen weiter an der Straße stehen bleiben, sagt der Bauhof. Die Leerung werde in den nächsten Tagen nachgeholt. Die Sperrmüllabfuhr lief dagegen gewohnt. Der Wertstoffhof war geöffnet.

Die Straßen in der Innenstadt wurden gekehrt. In den Außenbezirken streikten dagegen die Straßenkehrer. Auch auf den Friedhöfen beteiligten sich städtische Mitarbeiter an dem Warnstreik. Die angesetzten Beerdigungen konnten jedoch alle durchgeführt werden. Auch Beerdigungen für die folgenden Tage wurden vorbereitet. Die Mitarbeiter der Grün- und der Straßenunterhaltung legten gestern ebenfalls die Arbeit nieder.

Bei der Stadtverwaltung Haan waren gestern alle Mitarbeiter zum Dienst erschienen, teilte das Hauptamt.

(cis)
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