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Adventstürchen (16)
Warten . . . auf den Einsatz beim Gipfel

Hilden. Es war der längste Großeinsatz in der Geschichte der NRW- Polizei. Beamte aus dem ganzen Land sorgten zwei Wochen lang im November für den störungsfreien Verlauf der Weltklimakonferenz in Bonn. Mit dabei: Richard Barz - Sprecher der Kreispolizeibehörde Rhein-Berg - und seine Kollegin Sheila Behlert. Die beiden, die normalerweise Infos für lokale Medien zusammentragen und aufbereiten, mussten nun Journalisten aus 196 Nationen für die Bonner Polizei Rede und Antwort stehen.

Barz hatte die Nachtschicht erwischt - und merkte schnell, dass das Aufkommen an Presseanfragen in einem überschaubaren Rahmen blieb. Rund 80 Prozent seiner Einsatzzeit bestand aus Warten. Doch die gestaltete der Polizist kreativ. "Es hat ja keiner gesagt, dass wir uns nicht vom Fleck bewegen dürfen." Also ging er "nach draußen zu den Einsatz-Leitern" und knüpfte dabei Kontakte zu Kollegen aus anderen Dienststellen, "die ich sonst nie kennengelernt hätte".

Das waren viele neue Eindrücke - der Polizeisprecher denkt gern an den Gipfel zurück. 60 Mitarbeiter des Bundesumweltministeriums hatten das Treffen über ein Jahr vorbereitet. 650 ehrenamtliche Helfer betreuten 22.000 Teilnehmer aus aller Welt. "Weil nach den unschönen Erfahrungen des G-20-Gipfels in Hamburg keiner genau wusste, wie hoch das Risiko für Ausschreitungen in Bonn sein würde, hatte auch die Polizei so viele Einsatzkräfte wie möglich zusammengezogen", schildert Barz.

Dass am Ende nichts passiert sei, ist für ihn und Sheila Behlert trotz vieler Überstunden "die vielleicht schönste Erkenntnis dieses Einsatzes". peco

Quelle: RP
 
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