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Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt
Warum derzeit keine Asylsuchenden ankommen

Hilden. Die Verteilung funktioniert jetzt besser. Spätestens für den Herbst erwartet die Stadt neue Zuweisungen.

Still ist es geworden um die Container am Schalbruch und die aufgekaufte Halle an der Herderstraße. DieseStille wird spätestens Ende September zu Ende sein - und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, wenn auch ohne große öffentliche Wahrnehmung. Im September endet die Zeit der Albert-Schweitzer-Schule als Auffangstation für zugewiesene Asylbewerber, das Gelände soll freigezogen und bebaut werden. Das heißt, dass dann die 200 Plätze, die Hilden vorhält, frei sind. Die Rechnung der Bezirksregierung geht so: Im Moment erfüllt Hilden durch die vorgehaltenen Plätze seine Quote um mehr als 100 Prozent - unabhängig davon, ob alle Plätze belegt sind oder nicht. Viele andere Städte erreichen diese Quote nicht, ihnen werden zuerst neu Angekommene zugewiesen, zuletzt war es Mettmann. Die Verteilung ist anscheinend in Gang gekommen; daran, dass keine Flüchtlinge mehr kommen, glaubt übrigens niemand.

Das bedeutet für Hilden, dass es die Plätze nach der Aufgabe der Schweitzer-Schule anderswo vorhalten muss. Die Container am Schalbruch sind nahezu bezugsfertig, und auch die Unterkünfte an der Bezirkssportanlage dürften in Kürze in Betrieb gehen können. Die Pleite der ersten Lieferung wird wahrscheinlich darauf zurückgehen, dass der Markt für Wohncontainer im vergangenen Jahr leer gefegt war - und erst die großen Städte mit ihren Mengen beliefert wurden. Die Stadt klagt gegen die beauftragte Firma auf Schadenersatz, aber wie oft in diesen Fällen geht wahrscheinlich eher die Firma in Konkurs. Für den Umbau der Halle an der Herderstraße läuft die Ausschreibung. Interessierte Baufirmen gibt es bisher wenige.

goekcen.stenzel@rheinische-post.de

Quelle: RP
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