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Hilden
Warum es den Volkstrauertag gibt

Hilden. Die Stadt, die Kirchengemeinden und die Bundeswehr gedachten gemeinsam. Von Sandra Grünwald

Ist der Volkstrauertag nur noch ein Ritual, das langsam verblasst? Diese Frage stellte Birgit Alkenings, Bürgermeisterin und Vorsitzende des VDK Ortsvereins Hilden, während ihrer Ansprache in der Trauerhalle des Hauptfriedhofes den zahlreich erschienenen Zuhörern. Nach über siebzig Jahren sei kaum noch jemand da, der die Schrecken des Zweiten Weltkrieges selbst erlebt hat. "Wir kennen die gut dokumentierten Fakten", so Alkenings, "aber die sind abstrakt.

" Nun, da in der Welt so viel Gewalt und Krieg herrscht, so viele Menschen auf der Flucht sind, "haben wir Angst, dass sie uns unser bequemes Leben gefährden". Doch Frieden entstehe nur, wenn Menschen aufeinander zugehen. Dann schloss sie: "Wir gedenken der Toten der Vergangenheit, weil es unsere Aufgabe ist, für eine bessere Zukunft zu sorgen." Auch Pfarrerin Nicole Hagemann fragte: "Brauchen wir einen Volkstrauertag?" Sie beantwortete diese Frage mit einem klaren "Ja", denn "Trauer und Gedenken öffnen Türen in die Vergangenheit, in die Erinnerung und wenn wir diesen Raum hier verlassen, schließen wir behutsam die Tür, aber wir nehmen etwas mit aus der Vergangenheit, vielleicht tragen wir es in die Zukunft.

" So öffnen die Türen des Gedenkens auch gleichzeitig Türen der Hoffnung. Im Anschluss an die Gedenkstunde wurde am Ehrenhain ein Kranz und auf den Gräbern der Zwangsarbeiter ein Blumenstrauß niedergelegt. Mit dem Bundeswehrbus ging es weiter zum Ehrenmal auf dem Fuchsberg, wo nach einer Ansprache des Standortältesten Oberst Harald Wegener ein Kranz niedergelegt wurde. Anschließend lud Wegener in die Waldkaserne zu einem Imbiss ein.

Quelle: RP
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