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Weihnachts-Wissen (3)
Was der Kranz bedeutet

Hilden. Rituale und Bräuche sind aus der Adventszeit nicht wegzudenken. Doch woher kommen Apfel, Nuss und Mandelkern? Experte Manfred Becker-Huberti erklärt, was es damit auf sich hat.

Das seit dem 19. Jahrhundert bekannte Aufstellen von Adventkränzen, ein Brauch halbsakralen Charakters, ist zu einer flächendeckenden "Bildgebärde" der Adventzeit geworden. Hervorgegangen ist der Adventkranz aus evangelischen Adventandachten, die der Oberkonsistorialrat Johann Hinrich Wichern (1808-1881) am "Rauen Haus" in Hamburg-Horn, einer 1833 von ihm gegründeten Anstalt zur Betreuung gefährdeter Jugendlicher, eingeführt hat. Am 1. Advent wurde auf einem Tannenkranz eine erste Kerze entzündet, und dann jeden Tag eine mehr, so dass am Heiligen Abend 24 Kerzen brannten. Mit dieser Symbolik nahm Wichern das Wort vom "Licht, das in der Finsternis leuchtet" auf, das Christus als das "wahre Licht" kennt. Der Advent sollte durch die Adventkerzen immer mehr Licht geben und in Christus münden.

Der Kreis des Adventkranzes nahm das Bild von der Sonne auf, die aber Weihnachten wieder an Stärke gewinnt und Christus symbolisiert. Die Form des ursprünglichen Adventkranzes mit 24 Kerzen bot Schwierigkeiten, weil Kränze dieser Größe nicht leicht herzustellen waren. Erst als man auf die Idee kam, statt einer Kerze pro Tag nur eine Kerze pro Adventsonntag, also vier, zu nehmen, erhielt der Adventkranz die heutige Form und setzte sich durch.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er überkonfessionell.

Quelle: RP
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