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Auf Ein Wort
Was würde Martin sagen

Hilden. Am Montag ist es so weit. "Juhu Halloween!!!" freuen sich die einen und dekorieren mit künstlichen Spinnweben und Kürbissen ihre Fenster und Eingänge. Die anderen verdrehen die Augen oder zucken bestenfalls mit den Schultern.

Schließlich ist doch Reformationstag.

Am 31. Oktober 1517 soll Martin Luther 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg geschlagen haben und damit den Grundstein für die evangelische Kirche gelegt haben. So wird erzählt. Es war Martin Luther wirklich ein Anliegen, einem Spuk die Kraft und der Bevölkerung die Angst vor Höllenstrafen zu nehmen, die in den Köpfen herumgeisterte.

Gottes Güte lässt sich nicht kaufen. Ob es Süßes oder Saures von Gott gibt, muss und darf der Mensch ganz allein mit ihm selber ausmachen.

Das war damals vor 499 Jahren. Im nächsten Jahr wird uns dafür ein Feiertag geschenkt. Zeit sich zu fragen, was Martin Luther heute anprangern würde? Gäbe es nicht genug zu reformieren? Oder die Menschen zu befreien?

Ganz ehrlich, es geht gespenstisch genug um in dieser Welt. Bei manchen Medienereignissen fragt man sich, ob wir wirklich schon in unserem Jahrtausend leben. Was würde Martin Luther zu unserer Kultur sagen, uns öffentlich an den Pranger zu stellen? Vielleicht nicht mehr blutig, aber umso wortgewaltiger?

Was würde er sagen, wenn er wüsste, dass in den Tagen vor dem Gedenktag an seine Nacht-und-Nebel-Aktion Clownsmasken durch die Gegend geistern und höllische Angst verbreiten?

Luther wollte eine gerechte Welt mit Menschen, die selbstständig denken und Verantwortung übernehmen können vor Gott und der Welt. Die nicht Massen oder Obrigkeiten hinterherlaufen. Dazu würde er auch heute ermahnen. Vielleicht mit den Worten: "Hier stehe ich. Es geht auch anders!"

Quelle: RP
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