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Haan
Weihnachtsgeschichte zum Anfassen

Haan: Weihnachtsgeschichte zum Anfassen
Britta Rheinländer führt die Besucher als "Hadessah" durch den Zeitreise-Parcours. Hinten rechts sitzt Rainer Carraro als Hirte. FOTO: Anja Tinter
Haan. Für drei Tage verwandelt sich die Kirche an der Ellscheider Straße in einen interaktiven Parcours. Die Freie evangelische Gemeinde bietet Kindern und Erwachsenen eine spannende und lebendige Weihnachtszeitreise an. Von Astrid Schoene

In schlichte farbige Gewänder gekleidet, begrüßen uns die Reiseleiter zur Weihnachtszeitreise in der Freien evangelischen Gemeinde. Hinter geheimnisvollen Kulissen hört man Gemurmel. "Das sind die ersten Kindergartengruppen", erklärt Britta Rheinländer "Für unsere Weihnachtszeitreise bekommt jedes der Kinder auch einen israelischen Namen.

Unsere Führerin mit hellblauer Tunika und dem Namensschild "Hadessah", geleitet uns zur ersten Station – ein modernes Kaufhaus im Weihnachtstrubel. Jugendreferent Pascal Mainz erzählt, wie kleine und größere Kinder interaktiv einbezogen werden. "Wir fragen sie, was sie mit Weihnachten verbindet und leiten dann über mit "Wie hat das alles damals angefangen?" Dieser Frage nach tappen die Kleinen und wir auch durch einen dunklen flackernden Zeittunnel – über 2000 Jahre zurück. Man taucht ein in das von den Römern besetzte Israel. Ein ruppiger römischer Soldat in Ledertunika verlangt Wegezoll. Wir hören den Aufruf des Kaisers, der den Befehl zur Volkszählung gibt und Informatives über die Situation der israelischen Bürger unter der Weltmacht Rom. Nebenan begeistert ein reizvoll dekorierter orientalischer Basar - Ein Erlebnis für Auge und Nase mit Früchten, Gemüsen, exotischen Gewürzen, Teesorten und Stoffen.

Im Stockdunklen, nur von Schwarzlicht erhellt, erleben wir die nächsten Behausungen, die von Maria und Josef. Die Kinder hören, wie Maria damals lebte und wie der Engel ihr die Botschaft brachte: "Du wirst einen Sohn bekommen...".

Der Engel erscheint, recht effektvoll, weiß und hell funkelnd. Josef, nebenan in seiner Werkstatt sorgt sich um Maria. Aber auch ihn besucht der Engel, macht ihm Mut. Auf dem ganzen Parcours dürfen die kleinen Besucher in verschiedene Rollen schlüpfen, hier in die von Maria und Josef.

Die Spuren des biblischen Paares führen uns in einen wunderbaren Sternen-Raum. Am Himmel haben die drei berühmten Sternendeuter einen ganz besonders hellen Stern entdeckt, der nach Bethlehem weist. Wir folgen ihm zu einem frostig kalten Hirtenfeld – schön gestaltet mit menschlichen Hirten, einer urigen hölzernen Schafherde in ungewaschener Schafswolle, Lagerfeuer und Laternen. Verkündet wird die Geburt Jesus, feierlich von Händels Halleluja untermalt. Danach laufen wir an wegweisenden Schildern "Kein Zimmer mehr frei" oder "Alles besetzt" entlang zum Stall mit vielen Strohballen, kleinen Lichtern und einer schlichten Krippe mit einer Krone drin. Hier wird die Weihnachtsgeschichte erzählt.

Am Ende erwartet die Besucher ein festlich geschmücktes Weihnachtszimmer mit Schokoherzen und gefüllten Keksen mit biblischen Sprüchen. Ein schönes Projekt – sicher nur durch hohes Engagement vieler Kirchenmitglieder realisiert. Und eine Zeitreise für alle Sinne – wärmstens empfohlen.

Quelle: RP
 
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