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Hilden
Weihnachtsmarkt lässt Hilden glänzen

Hilden: Weihnachtsmarkt lässt Hilden glänzen
Freitagabend und Samstag war es zugleich voll und festlich in der Innenstadt. Gestern kamen weniger Gäste - es regnete praktisch den ganzen Tag. FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Langsam kommt Adventsstimmung auf, stellen Teilnehmer fest. Kritik gibt es auch: Der Markt könnte zauberhafter sein. Von Andrea Bindmann

Monika Wagner bietet an ihrem Stand weihnachtliche Figuren an: "So langsam kommen die Menschen in Weihnachtsstimmung", stellt sie fest. Dennoch könnten die Geschäfte besser laufen. Viele Besucher schauen nur. "Der ein oder andere Engel hat aber schon ein neues Zuhause gefunden." Der Puppenkleider-Stand von Klaus Glier ist für viele eine feste Anlaufstelle: "Wir sind jedes Jahr hier, Puppenkleider sind sehr selten und viele Kunden - auch aus anderen Städten - planen einen Besuch bei uns fest ein."

Für Simone und Oliver Wohlnick gehört ein Besuch auf dem Hildener Weihnachtsmarkt zum Pflichtprogramm. Sie kommen extra aus Ratingen, um sich mit ihren ehemaligen Nachbarn Andrea und Sven Lichan zum ersten Glühwein des Jahres zu treffen. "Wir vermissen dieses Flair in Ratingen. Dort schließt der Weihnachtsmarkt schon um 19 Uhr", so die Wohlnicks. Aber: "Die Kinder vermissen die Tiere."

"Man merkt, dass das Weihnachtsgeld noch nicht da ist. Deshalb haben wir viele Kunden heute nur beraten", erzählt Juwelier Jens Ormen Oberg. Die ersten Geschenke hat er aber auch an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht. "Der absolute Trend in diesem Jahr sind Traumfänger." Nach indianischem Glauben halten diese schlechte Träume von dem Träger fern. "Diese Symbolik passt gut in die Weihnachtszeit. Man schenkt nicht nur ein Schmuckstück, sondern auch positive Energie."

Hella und Ulrich Rinn haben sich vom Lichterglanz verführen lassen. "Eigentlich wollten wir nur ein Brot kaufen", geben sie zu. "Dann haben wir uns zu einem Bummel verleiten lassen." Aber: "Der Weihnachtsmarkt dürfte ruhig mehr Atmosphäre haben, mehr Lichterglanz, mehr Zauber. Viele Stände sind lieblos geschmückt und bieten wenig Kreatives. Dafür gibt es ein Überangebot an Speisen und Getränken." Polizist Volker Neumann lässt sich vom Lichterglanz nicht blenden. "Es ist zwar ruhig. Aber trotzdem sollten die Besucher aufpassen. Ein Weihnachtsmarkt zieht auch immer Taschendiebe an." Deshalb hat er ein Auge auf die Taschen der Passanten. "Wenn eine Tasche offen ist oder ungünstig getragen wird, spreche ich die Leute an." Chris, Philip, Riccardo, Dennis und Marvin nutzen die Gunst der Stunde, um ihr Taschengeld aufzubessern. Sie unterhalten die Besucher mit Pop und Songs von den Beatles. "Das hat sich gelohnt", verraten die Jugendlichen. "Die Besucher sind entspannt und in Weihnachtsstimmung." Und haben den ein oder anderen Euro springen lassen. "Von dem Geld kaufen wir jetzt Weihnachtsgeschenke." Charlotte, Linn, Mara, Leonie und Sudenaz vom TuS 96 sind mit Gebäck unterwegs. "Wir haben vor ein paar Tagen gebacken", sagen die Mädchen. Die Leckereien sind liebevoll in Tüten verpackt und sollen nun zugunsten der Vereinskasse verkauft werden. "Die Leute sind gut drauf. Wir sind schon viele Tüten losgeworden."

Quelle: RP
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