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Leserforum Glockengeläut
"Wen das stört, der muss eben anderswo hinziehen"

Hilden. Hilden (gök) Die Beschwerden über das Läuten von Kirchenglocken haben zu vielen Reaktionen geführt - wir freuen uns über weitere an hilden@rheinische-post.de, das Forum wird fortgesetzt. Eine Auswahl der Zuschriften bisher.

Hans-Jürgen Weber: "Oh, mein Gott wo kommt denn diese Kirche her???? Lärm auf Kinderspielplätzen, Lärm auf Sportplätzen, Hähne krähen, Kinderlärm, Gesellschaftsfeiern, plötzlich lärmt alles. Was ist das für eine Gesellschaft?"

Jürgen Marx: "Ja, wenn die Beschwerdegänger keine anderen Sorgen haben als das Glockengeläut unserer Kirchen, sollten sie sich auch direkt über den täglichen Lieferverkehr der LKW, die Leerung der Flaschencontainer, tägliches Gedudel von Saxophon-, Trompeten-, Klarinetten- und Orgelspieler, Bettler, farbsprühende Vandalen und auch herumgrölende und randalierende Kneipen- und Discobesucher beschweren - d. h. im Grunde nichts anderes als dass, wenn ich mich für ein Leben in der Stadt entscheide, entweder das Leben dort mit allen Annehmlichkeiten, aber auch die nun einmal dazu gehörenden "Nebeneffekte" akzeptiere. Ansonsten sollte man sich "ins Grüne" absetzen. Da kommen dann höchstens ein paar Harakrishna-Jünger mit Bimmelglöckchen vorbei, Schafe weiden vor dem Haus und der Muezzin ruft zum Gebet. Übrigens, die Kirchen samt Glocken gehören zu unserer Religion und das schon seit längerer Zeit - wenn mich nicht alles täuscht wahrscheinlich länger als die 75 Jahre Lebenserwartung der einzelnen Beschwerdeführer."

Udo Boscheinen: "Wenn demnächst der Muezzin vom Turm ruft, wird keiner etwas dagegen haben."

Oliver Bitter: "Das ist ja ein starkes Stück. Da gibt es also tatsächlich Leute, die in die Nähe einer Kirche ziehen und sich dann wundern, dass die Glocken läuten. Geht's noch? Augen auf bei der Wohnungswahl. Und Ohren auf. Was sind denn das für Deppen? Etwa die gleichen Leute, die sich eine Wohnung an einer Hauptstraße suchen und sich dann beklagen, dass da Autos fahren, die tatsächlich Lärm machen? Oder in die Nähe eines Sportplatzes ziehen und dann genervt sind, wenn dort Fußball gespielt wird, begleitet von dem üblichen Lärmpegel? Diese Klagen sind eine Unverschämtheit."

Ingrid Westhoff: "Wir sind doch glücklich, dass wir die Glocken haben! Die waren ja schon einmal auf dem Glocken-Friedhof. Während des Krieges sollten sie eigentlich eingeschmolzen werden."

Quelle: RP
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