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Hilden
Wibke Paas ist für die Familien da

Hilden: Wibke Paas ist für die Familien da
"Hier werden einfache Anträge auf Zuschüsse innerhalb von sieben Tagen bearbeitet. Manchmal auch schneller": Das ist Wibke Paas wichtig. FOTO: ola
Hilden. Die Teamleiterin des "Stellwerk" sagt: "Die Stadt ist wirklich kinderfreundlich".

Wibke Paas sitzt an ihrem Schreibtisch im Bürgerhaus und macht einen entspannten Eindruck. Neben ihr auf dem Schreibtisch liegen sieben himmelblaue Schnellhefter: "Das sind alles Anträge auf Zuschüsse für Klassenreisen" sagt die 34-jährige Sozialpädagogin. "Das kann der Zoobesuch für 7,30 Euro sein, zehn Tage Klassenfahrt an die Nordsee für 550 Euro oder die Skifreizeit." Wibke Paas ist Teamleiterin im städtischen Familienbüro "Stellwerk" und berät in erster Linie Eltern, bei denen das Geld knapp ist und erklärt ihnen, wie sie an Zuschüsse aus dem Bildungs- und Teilhabepaket oder anderen Fördertöpfen kommen. "Es geht um Geld für Klassenfahrten, Nachhilfe, Schulessen und Sportvereine." Vor vier Jahren hat Paas sich erfolgreich beim Familienbüro beworben.

Nach ihrem Sozialpädagogik-Studium in Düsseldorf hatte sie zunächst an einer Essener Realschule die Schulsozialarbeit aufgebaut. Danach war sie Team- und Bereichsleiterin in der ambulanten Familienhilfe beim Kreis Mettmann. Mit diesen Vorkenntnissen passte sie exakt auf die freie Stelle in Hilden. Noosha Aubel, die Amtsleiterin für Schule, Jugend und Sport, und Paas' Chefin, schätzt ihre Teamleiterin sehr: "Sie ist zupackend, verbindlich und überdurchschnittlich engagiert. Frau Paas lamentiert nicht, die macht es einfach." Wibke Paas ist eng vernetzt mit all den anderen Stellen in Hilden, die die unterschiedlichsten Arten von Hilfen für Kinder und deren Familien anbieten. Ob es nun um Schuldnerberatung, Scheidung, Wohnungssuche, Schwangerschaft und mehr geht - sie weiß, wo sie die Leute hinschicken muss und stellt die Kontakte her. "Manchmal machen wir auch gemeinsame Termine."

Ihr Anspruch an sich und die vier Kollegen besteht darin, dass sie "ihre" Familien - das städtische Familienbüro Stellwerk betreut immerhin 360 - namentlich kennt und zumindest im Groben auch deren "Fall". "Ich möchte zum Beispiel sagen können: Hallo Frau Schmitt, hat das denn jetzt geklappt mit der Nachhilfe für Ihren Sohn? Bei der Hälfte aller Fälle gelingt uns das schon." Paas hat nämlich die personengebundene Beratung abgeschafft. Das heißt: Alle Mitarbeiter müssen ihre Fälle frei zugänglich im Computer dokumentieren, damit das ganze Team darauf Zugriff hat. Nur so kann verhindert werden, dass jemand durch die Maschen des Betreuungsnetzes fällt, weil etwa der eigentliche Betreuer krank oder in Urlaub ist. Hilden, findet sie, sei "wirklich kinderfreundlich. Hier werden einfache Anträge auf finanzielle Zuschüsse innerhalb von sieben Tagen bearbeitet. Manchmal auch schneller. Wir haben hier kurze Wege." Wichtig findet sie es, dass das Familienbüro sich bei den möglichen Kunden bekannt macht. "Deswegen fahren wir zu den Leuten. Gerade Alleinerziehende mit ganz kleinen Kindern sind froh darüber." Mehr noch: Das Stellwerk zeigt sich auch auf dem Familientrödelmarkt und am Spielmobil der Stadt. "Wir wollen eine feste Anlaufstelle sein, die die Leute bei Bedarf an die Hand nimmt." Die Hilfesuchenden wissen das zu schätzen.

(ilpl)
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