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Haan
Wohnquartier am Denkmal

Haan: Wohnquartier am Denkmal
MBV-Vorstand Christoph Erven und Planer Jochen Siebel (r.) vor der mittleren Häusergruppe. Im Hintergrund die alte Pumpstation. FOTO: RPO
Düsseldorf. 23 Einfamilienhäuser auf dem Gelände der alten Pumpstation sollen bis zum Jahresende bezugsfertig sein. Der Mettmanner Bauverein hat den Lärmschutz weiter verbessert. Bis 2010 soll das gesamte Projekt abgeschlossen sein. Von Ralf Geraedts

Das neue Wohngebiet "Zur Pumpstation" wächst. Knapp zehn Häuser sind bereits bezogen, bei anderen wird in Kürze der Möbelwagen vorfahren. "Es hat sich viel verändert in den letzten Wochen", stellte Christoph Erven, Vorstand des Mettmanner Bauvereins, gestern in einem Pressegespräch fest.

Und er kündigte an, dass sich noch eine Menge verändern wird. Schon bis Ende nächster Woche soll die Zufahrtstraße zur östlichen Häuserreihe asphaltiert sein, die durch eine drei Meter hohe Lärmschutzwand vor Geräuschen von der gleich benachbarten Bahnstrecke abgeschirmt ist.

"Wir haben die Wand verlängert und auch um ein Drittel höher gebaut als die Schallgutachten das vorgeschlagen haben", erläuterte Erven und betonte, dies sei nicht geschehen, weil die Nachfrage nach den preisgünstigsten, nicht unterkellerten Häusern (ab 199.000 Euro) zu schwach gewesen wäre.

Fortschritt für Reisende

Wenn die Bahn-AG noch eine Stromleitung verändert hat, dann werden Reisende in Richtung Köln auf den Bahnsteig gelangen können, ohne – wie seit Jahrzehnten üblich – Stufen überwinden zu müssen.   Parkplatzflächen sind angelegt, Straßenlaternen werden montiert. Vor den Häusern des ersten Bauabschnittes entstehen die Stellplätze und hinter den Gebäuden die Gärten. Ein Musterhaus lädt jeden Sonntag von 11 bis 12 Uhr zur Besichtigung ein. Die Käufer stammen aus Haan, aber auch aus Düsseldorf.

Alle Häuser, die sich derzeit schon im Rohbau fertig sind, könnten noch bis zum Jahresende bezogen werden, erklärte Rüdiger Wehrbein (Wundes-Immobilien). Und Architekt Jochen Siebel hob hervor, dass die Gebäudegrundrisse in Teilen noch flexibel gestaltet werden könnten. Bis Ende 2009, eher aber bis zum Frühjahr 2010 sollen auch die beiden Hausgruppen mit je drei Wohneinheiten im hinteren westlichen Teil (sie bieten unter anderem Erdwärmeheizung und eine doppelstöckige Garage) fertiggestellt sein.

Denkmal-Nutzung noch unklar

Die künftige Nutzung der alten Pumpstation ist noch ungewiss. "Wir sind leider immer noch in der Findungsphase", sagte Christoph Erven. Gespräche mit der Stadt, einem Investor und der Denkmalbehörde laufen. "Wir hoffen, dass sich in den nächsten beiden Monaten abzeichnen wird, wie es mit dem Denkmal weitergeht." Der Haaner Förderverein für die Pumpstation hatte aus finanziellen Gründen vom Kauf des Industriebaues von 1894 absehen müssen.

Quelle: RP
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