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Hückelhoven
Allein lebenden Senioren im Alltag Zeit schenken

Hückelhoven: Allein lebenden Senioren im Alltag Zeit schenken
Claudia Stollenwerk (l.) und Pfarrerin Ute Sass sind Ansprechpartnerinnen für die Seniorenbegleiter und Interessierte an der Qualifizierung. FOTO: LAUE
Hückelhoven. Freiwillige mit Zeit und Herz sucht die Ev. Kirchengemeinde Hückelhoven als Seniorenbegleiter. Ab Januar werden neue Ehrenamtler ausgebildet. Von Gabi Laue

Das Projekt Seniorenbegleitung der Ev. Kirchengemeinde sucht Verstärkung. Eine Qualifizierung mit Zertifikat wird bei einem Informationsabend im Gemeindehaus Haagstraße am 15. Januar um 18 Uhr vorgestellt. Sie beginnt mit Einführung in das Thema am 18. Januar und erstreckt sich in zehn Kurseinheiten bis 18. März.

"Das Projekt ist eine gute Vernetzung in der Gemeinde", freute sich Pfarrerin Ute Sass. Jeder könne sich nach seinen Möglichkeiten einbringen, etwa für eine Stunde pro Woche, und müsse nicht fürchten, "dass man sich mit Haut und Haaren verkauft". Es gehe nicht um Pflege, unterstrich Koordinatorin Claudia Stollenwerk, selbst examinierte Altenpflegerin: "Uns geht es um Begleitung im Alltag, darum, dass durch unsere Unterstützung Senioren möglichst lange zu Hause bleiben können." Das können Spiele sein, Gespräche, Spaziergänge, Arztbesuche oder Einkäufe. "In einigen Fällen sind wir die einzigen Kontakte", ergänzte Stollenwerk.

Vom ersten Kursus wird eine Klientin seit zehn Jahren bis heute begleitet: "Das kann eine lange, intensive Beziehung werden." Von den 16 aktuellen Seniorenbegleitern ist die Jüngste 46, die Älteste 80 Jahre alt, zwölf ältere Menschen werden betreut. Der Erstkontakt läuft über Claudia Stollenwerk (erreichbar donnerstags von 15 bis 17 Uhr unter Telefon 02433 85927; E-Mail seniorenbegleitung@arcor.de)

Jeder kann die Zeit, die er einbringen möchte, selbst bestimmen. "Die Ehrenamtlichen werden gut ausgebildet und begleitet", sagte Pfarrerin Sass. Es gebe Fortbildung zweimal im Jahr, da könnten auch "Problemfälle" besprochen werden. In der Gruppe könne man sich austauschen. Der Kursus vermittelt Wichtiges über Gesprächsführung, Abgrenzung, rechtliche Fragen und darüber, wie man in bestimmten Situationen reagieren kann. Die Aufgabe ist weder für Senioren noch für Begleiter von der Konfession abhängig. Kommt jemand ins Altenheim, reißt der Kontakt nicht ab.

Quelle: RP
 
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