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Hückelhoven
Arbeiterwohlfahrt 90 Jahre unermüdlich

Hückelhoven: Arbeiterwohlfahrt 90 Jahre unermüdlich
Anneliese Brendgens wurde für 68 Jahre in der Awo geehrt. Es gratulierten (hinten v.l.) Andrea Axer (Vize-Bürgermeisterin), Josef Krawanja (Kreisvorsitzender), Norbert Spinrath (MdB) und Awo-Vorsitzende Monika Rother. FOTO: Laaser
Hückelhoven. 90 Mitglieder hat die Hückelhovener Awo im Jahr ihres 90-jährigen Bestehens. Bilanz und Ausblick. Von Philipp Schaffranek

Es waren die fünf Frauen Hilbig, Konietzka, Mokwa, Janoschewski und Naumann, die die Arbeiterwohlfahrt in Hückelhoven ins Leben riefen. Das war im Jahr 1924. Seit 90 Jahren setzt sich der Ortsverein für die Menschen ein, die Hilfe benötigen. Das Jubiläum wurde nun in der Aula an der Fichtenstraße gefeiert. Dazu waren Vertreter vieler Hilfarther und Hückelhovener Ortsvereine sowie viele Mitglieder der Arbeiterwohlfahrt gekommen.

Zurzeit hat der Ortsverein Hückelhoven 90 Mitglieder. Monika Rother, die dem Ortsverein seit 1992 vorsteht, blickte auf die Geschichte des Ortsvereins zurück. In dieser gab es viele Umzüge der Arbeiterwohlfahrt. Die anfängliche Anlaufstelle war die Aula an der Fichtenstraße. Seit 1995 ist sie das wieder. Zwischenzeitlich war der Ortsverein in die Sporthalle umgezogen.

Auch private Räumlichkeiten wurden für Vorstandssitzungen genutzt. Dazu erwähnte Rother viele positive Ereignisse. "1997 wurde unsere Sportgruppe ins Leben gerufen, die bis heute gut besucht ist. Legendär waren unsere Nikolausfeiern, mit teilweise über 100 Kindern und unsere Ferienmaßnahmen für Kinder nach Werbellinsee." Gleichzeitig bedankte Rother sich bei den Mitgliedern, allen voran auch bei den Vorstandsmitgliedern: "Mit ihrem Einsatz waren und sind sie ein unbezahlbarer Gewinn für unseren Ortsverein."

Vom Kreisvorstand der Arbeiterwohlfahrt war der Vorsitzende, Josef Krawanja, anwesend. Krawanja erinnerte an den schwierigen Neuanfang der Arbeiterwohlfahrt nach dem Krieg, der durch die Nazis stark behindert wurde. Auch solche Herausforderungen wurden gemeistert. "Heute ist die Arbeiterwohlfahrt ein moderner Dienstleister im sozialen Bereich", stellte Krawanja heraus. Als "Motor der Arbeiterwohlfahrt" bezeichnete Josef Krawanja die zahlreichen engagierten Mitglieder und ehrenamtlichen Helfer.

Sein Dank galt auch Joachim Peters und Stefan Pongrazc, den unmittelbaren Vorgängern von Monika Rother als Vorsitzende. Sie beide wurden bei der Jubiläumsfeier begrüßt. Ein Paradebeispiel für ein großes ehrenamtliches Engagement stellt Anneliese Brendgens dar. Sie wurde für ihre 68-jährige Mitgliedschaft bei der Arbeiterwohlfahrt geehrt. Mehr als zwei Drittel der Geschichte des Hückelhovener Ortsvereins hat sie miterlebt. Darunter auch die zwischenzeitliche Spaltung in drei Ortsvereine - Hückelhoven, Hilfarth und Ratheim -, sowie die Fusion der Ortsvereine von Hückelhoven und Hilfarth. Die beiden Ortsvereine wurden 1996 wieder zusammengebracht.

Für musikalische Unterhaltung sorgte der Hilfarther Männergesangsverein mit Liedern wie "Santiano". Vor allem beim gemütlichen Zusammensein sollte das Jubiläum gefeiert werden. Mit Blick auf die Zukunft sagte Josef Krawanja: "Ich wünsche, dass der Ortsverein auch weiterhin große lokale Geschichte schreibt."

Quelle: RP
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