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Hückelhoven
Außenwohngruppe in Neubau eingelebt

Hückelhoven: Außenwohngruppe in Neubau eingelebt
Ute Echternkamp (3. v. l.), Einrichtungsleitung "Jugend & Familie" des Caritasverbandes, Gruppenleiterin Christel Rüther (l.) und ihr Team bei der Einweihung des Hauses. FOTO: CARITAS
Hückelhoven. Nach Einweihung des neuen Hauses der Verselbstständigungsgruppe des Caritasverbandes: Mitarbeiter und Jugendliche fühlen sich sehr wohl.

Monatelange Planungen, Einkäufe von Einrichtungsgegenständen sowie eine anstrengende Umzugsphase liegen hinter der Verselbstständigungsgruppe der Heimerziehung des Caritasverbandes für die Region Heinsberg. Sie hat ein neues Zuhause im Haus Gerberstraße 3 in Hilfarth gefunden, das neun weiblichen und männlichen Jugendlichen ab 15 Jahren Platz bietet.

Bei der offiziellen Einweihungsfeier nahm Pfarrer Winfried Müller, Vorsitzender des Caritasverbandes, die Einsegnung vor. Die Gäste, darunter Vertreter der Jugendämter und Schulen sowie des Architekturbüros Emondts, das den Bau begleitet hat, konnten sich ein Bild von den großzügigen und hellen Räumen machen, zu denen eine große, moderne Küche mit Kochinsel und Essbereich als Mittelpunkt des Gruppenlebens, ein geräumiges Wohnzimmer, ein kleiner Fitnessraum, ein Spielraum, eine Gästetoilette, ein Büro, ein Besprechungsraum sowie ein heller Dielenbereich im Erdgeschoss gehören. In der ersten Etage befinden sich die neun Einzelzimmer der Jugendlichen, drei Badezimmer sowie ein Schlafzimmer für die Mitarbeiter mit separatem Bad. Umgeben wird das Haus von einem Garten. "Heute begehen wir die offizielle Eröffnung des Neubaus, mit dem viele Wünsche und Träume der Mitarbeiter umgesetzt wurden", sagte Gottfried Küppers, Geschäftsführer des Caritasverbandes. Dies sei ein stolzer Tag für die Wohngruppe Hückelhoven, für die Einrichtung "Jugend & Familie" sowie für den Caritasverband, fuhr Ute Echternkamp, Einrichtungsleitung "Jugend & Familie", fort. Das Haus sei die erste Außenwohngruppe, die der Caritasverband selbst gebaut habe, wobei die eigenen Vorstellungen bei der Planung unter Berücksichtigung der Vorgaben des Landesjugendamtes eingebracht werden konnten.

"Als Einrichtung können wir mit diesem Haus den Jugendlichen und ihren Familien ein Jugendhilfeangebot mit einem sehr hohen Standard anbieten. Es wird den gewachsenen Ansprüchen an eine moderne Jugendhilfe gerecht", sagte Ute Echternkamp. Die Mitarbeiter fänden hier einen Arbeitsplatz vor, an dem sie gerne ihren Dienst verrichten würden. Die Jugendlichen, die hier untergebracht seien, strebten eine Rückkehr in den elterlichen Haushalt oder die Verselbstständigung bis zum Auszug in eine eigene Wohnung an. Für all diese Jugendlichen sei es wichtig, ihre familiäre Situation zu klären. Für die Erziehungsberechtigten biete die Einrichtung zur Vorbereitung der Rückkehr ihrer Kinder in die Familie Familiengespräche an. Selbst wenn die Jugendlichen nicht zurückkehren, würden die Eltern unterstützt, erklärte Ute Echternkamp. "Im Zentrum der Arbeit mit den Jugendlichen steht die Verselbstständigung", betonte sie. Dazu gehört das Einüben lebenspraktischer Fähigkeiten wie das Erlernen hauswirtschaftlicher Tätigkeiten, der Umgang mit Geld und die Erledigung von Behördengängen sowie das Entwickeln einer schulischen oder beruflichen Perspektive. "Durch die schrittweise Übernahme von Eigenverantwortung werden die Jugendlichen auf das Leben in der eigenen Wohnung vorbereitet", so Echternkamp. Sie wies in dem Zusammenhang darauf hin, es stelle eine große Herausforderung dar, eine bezahlbare Wohnung für Jugendliche zu finden.

Damit sich auch die Nachbarschaft einen Eindruck von dem neuen Haus verschaffen konnte, wurden die Nachbarn an einem Sonntagnachmittag zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Rund 50 Leute nahmen die Einladung an. "Der Start ist sehr gut gelungen. Im Haus herrscht eine gemütliche Atmosphäre, die Jugendlichen fühlen sich sehr wohl", resümierte Ute Echternkamp. Ralf Schwarzenberg, Leiter des Jugendamts Hückelhoven, überbrachte die Grüße von Bürgermeister Bernd Jansen und Erstem Beigeordneten Helmut Holländer. "Es ist sehr beeindruckend, was hier entstanden ist", stellte er fest.

Quelle: RP
 
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