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Hückelhoven
Autokino-Flair begeistert die Besucher

Hückelhoven: Autokino-Flair begeistert die Besucher
Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren beim Autokino im Dauereinsatz, um Fahrzeuge einzuweisen und nach den Filmen sicher zum Ausgang zu geleiten. Die Organisatoren vom Stadtmarketing und Corso-Filmpalast freuten sich über 1600 Besucher an zwei Abenden. FOTO: Jörg Knappe
Hückelhoven. 1600 begeisterte Cineasten besuchten das neunte Hückelhovener Autokino. Allein 600 sahen den Animationsfilm "Pets". Von Daniela Giess

Rike Groten und Finja Achenbach hatten den schweißtreibendsten Job bei der mittlerweile neunten Auflage der Hückelhovener Autokinonacht. Die beiden jungen Frauen steckten in blauen Enten-Kostümen, verteilten mit ihrem Chef Martin Schneider, Pächter der ARAL-Tankstelle an der Roermonder Straße, insgesamt 700 Flaschen Glas- und Felgenreiniger sowie rund 1000 "Tankeschön"-Gutscheine für kostenlosen Kaffee.

Schneider, seit drei Jahren mit im Boot, was den Vorverkauf für den Kinospaß unter freiem Himmel betrifft, gönnte seinen fleißigen Mitarbeiterinnen jedoch Pausen angesichts der sehr sommerlichen Temperaturen. "Wir haben echt geschwitzt, und dazu kommt, dass man abends in dem Kostüm schlecht sieht", verriet Rike Groten, die hauptamtlich an der Rurtalschule als ausgebildete Familienhelferin tätig ist, augenzwinkernd.

Frank Dohmen, zusammen mit Vater Heinz Chef des Hilfarther Corso-Filmpalasts, versah derweil Kassendienst an der Einfahrt zum ehemaligen Zechengelände an Schacht 3. Hier wurden Handzettel mit Anweisungen für das Finden der richtigen Radiofrequenz ausgegeben. Als am Samstag der letzte der insgesamt vier Filme lief, die am Wochenende im Autokino gezeigt wurden, machte Frank Dohmen Kassensturz. Ergebnis: Insgesamt 1600 begeisterte Cineasten besuchten das neunte Hückelhovener Autokino, wobei der Animationsfilm "Pets" allein 600 Zuschauer anlockte. Was Hund, Katze und Vogel tagsüber so machen, um sich die Zeit zu vertreiben, wenn Herrchen und Frauchen nicht zu Hause sind, konnten die Kinobesucher dabei auf der 264 Quadratmeter großen Leinwand verfolgen. Und weil der Streifen ohne Altersbeschränkung freigegeben ist, nutzten viele die Gelegenheit zum Familienausflug zu später Stunde mit Kindern.

Papiertaschentücher und Kartoffelchips. Beides hatten die Heinsberger Freundinnen Katharina Ezilius (22) und Johanna Kewitz (23) mitgebracht für ihren ersten Besuch im Autokino. Da Katharina Ezilius die Romanverfilmung "Ein ganzes halbes Jahr" bereits gesehen hatte, wusste die Erzieherin, was sie dabei erwartete. "Der Film ist sehr traurig, aber ich sehe ihn mir trotzdem gerne ein zweites Mal an", gestand sie. "Ich habe beim ersten Mal schon sehr geweint." Die Atmosphäre auf dem weitläufigen Areal an der Sophiastraße gefiel den beiden Freundinnen aus der Kreisstadt. "Das Ambiente ist echt cool", sagte Johanna Kewitz und sah sich begeistert um. Erzählt wurde in "Ein ganzes halbes Jahr" die Geschichte der 27-jährigen Pflegerin Louisa, die sich um den launisch-depressiven Will kümmert, der seit einem schweren Unfall an den Rollstuhl gefesselt ist und keinen Lebensmut mehr hat. "Ein ganzes halbes Jahr" bleibt ihr, um ihn davon zu überzeugen, dass das Leben trotz Behinderung lebenswert sein kann. Doch Will nimmt sich das Leben.

Zu vorgerückter Stunde landete die Enterprise an Schacht 3 - Captain Kirk, Mr. Spock, Dr. McCoy alias "Pille", Uhura, Chekov, Sulu und Scotty gerieten während ihrer Forschungsmission in einen gefährlichen Hinterhalt und erlebten galaktische Abenteuer während ihres Zwangsaufenthalts auf einem fremden Planeten. Mit der inzwischen 13. Star-Trek-Verfilmung hatten die Gastgeber von der Hückelhovener Stadtmarketing GmbH ebenso ins Schwarze getroffen wie mit dem actionreichen Streifen "Deadpool", der von dem ehemaligen Mitglied eines Sondereinsatzkommandos der US-Armee handelt, der sich mit gefährlichen Söldnerjobs über Wasser hält und an Krebs erkrankt.

Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren beim Autokino im Dauereinsatz, um Fahrzeuge einzuweisen und nach den Filmen sicher zum Ausgang zu geleiten. "Alles hat wie in den Vorjahren wunderbar geklappt", stellte Romulus Timar vom Stadtmarketing erfreut fest. Den Strom stellte die WEP zur Verfügung, Mitarbeiter des städtischen Bauhofs versetzten den Platz wieder in einen ordentlichen Zustand.

Quelle: RP
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