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Hückelhoven
Bank am Friedensbaum steht bald wieder für friedliches Miteinander

Hückelhoven. Jugendliche der Jugendwerkstatt Hilfarth haben eine Rundbank gefertigt. Sie wurde als Friedensbank symbolisch aufgestellt, wird aber noch bearbeitet.

Ein Symbol für ein friedliches Miteinander sollte es sein, unterstrich Bürgermeister Bernd Jansen. In einer "Friedensaktion mit Menschen verschiedener Herkunft" wurde eine Friedensbank aufgestellt rund um den im Vorjahr gepflanzten Friedensbaum in der Nähe des Friedenspfahls, der schon seit vielen Jahren die Notwendigkeit des Friedens für das Überleben der Menschheit anmahnt. Dass der Friede nicht lange währte, hat rein technische Gründe: Die Bank wurde wieder abmontiert, um sie vollenden zu können. Auch über passende Farben für einen bunten Anstrich wird noch nachgedacht.

Heinz-Josef Schmitz, der frühere Leiter des Sozialamtes, ist einer der Sponsoren der Friedensbank. Er lobte besonders den Einsatz der Jugendwerkstatt. Denn die Bank ist "Made in Hilfarth". Acht Jugendliche der Jugendwerkstatt in Trägerschaft des Caritasverbandes für die Region Heinsberg haben die Rundbank in der Metallwerkstatt hergestellt. Schüler Stephan Blau und die anderen sieben Jugendlichen der Metallwerkstatt hatte der Ehrgeiz gepackt. Erst seit August sind sie in der Einrichtung. Keiner hatte zuvor ein Schweißgerät in der Hand. "Mittlerweile wissen die Schüler, wie aus Metall Ringe gebogen und einzelne Felder eingeschweißt werden", erzählte Werkstattleiter Peter Kleinen. Dies waren alles Arbeitsschritte bei der Fertigung der Rundbank, die einen beachtlichen Durchmesser von 2,8 Metern hat. Abends musste er seine Teilnehmer von der Fertigung regelrecht wegreißen. "Von dem Projekt sind alle begeistert. Die Schüler sind hoch motiviert und kreativ, zumal sie wissen, dass dies ein Auftrag der Stadt ist und ihre Arbeit so wertgeschätzt wird", sagt er. Die Jugendlichen wüssten, dass sie etwas für die Allgemeinheit mit den eigenen Händen herstellen. So könnten sie zeigen, dass sie was können. Zudem würden sie Verantwortung übernehmen. "Ich freue mich schon darauf, mich auf die fertige Bank zu setzen und immer wieder zu sehen, was ich mit den eigenen Händen gebaut habe", sagte Stephan Blau.

Gebührend gewürdigt wurde das Werk, als die Bank in einem symbolischen Akt aufgestellt wurde. Daran nahmen der Arbeitskreis der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Heinsberg, die Integrationsbeauftragte der Stadt, die Frauengemeinschaft St. Lambertus sowie Mitarbeiter und Jugendliche der Jugendwerkstatt teil. Nach Überarbeitung wird laut Verwaltung die Bank bald an ihren Platz zurückkehren.

(gala)
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